Saugroboter mit Absaugstation Test: Proscenic Floobot X1

Saugroboter Test Proscenic Floobot X1

Proscenic Floobot X1

499
4.2

Design Verarbeitung

5.0/5

Kartenerstellung

4.0/5

App

5.0/5

Saugleistung

4.0/5

Bedienung

5.0/5

Hinderniserkennung

3.5/5

Selbstreinigung

3.8/5

Lautstärke

4.0/5

Arbeitsgeschwindigkeit

3.5/5

Positiv

  • Einfache Installation
  • Komfortable App
  • Selbstentleerung
  • Gute Saugleistung
  • Fernbedienung
  • Sprachsteuerung
  • Optionale Wischfunktion

Negativ

  • Mäßige Hinderniserkennung
  • Etwas langsam
  • Relativ laut

Auspacken und Aufbau der Absaugstation

Das erste, was einem beim Öffnen des Kartons ins Auge fällt, ist eine Pappe mit Aufbau- und Kurzanleitung als Aufdruck.

Darunter liegen in mehreren Etagen alle Einzelteile sicher verpackt. Nicht so schön dabei, dass wieder jedes Teil in Folie verpackt oder mit Folie beklebt wurde.

Was an Zubehör beiliegt, gefällt richtig gut. In der Absaugstation befindet sich bereits ein Staubbeutel und ein zweiter liegt noch bei. Dasselbe gilt für die ansteckbare Rundbürste, das Wischpad und den Luftfilter in der Staubbox. Zu allem liegt Ersatz bei.

Des Weiteren gibt es einen Reinigungspinsel mit Haarmesser und eine Fernbedienung. Die gefällt sehr gut. Smart ist toll aber wenn man fix mal eine bestimmte Funktion benötigt und jedes Mal erst die App öffnen muss, ist das auch nervig.

Zum Aufbau des Saugroboters und der Absaugstation ist nicht viel nötig. Am Saugroboter ist bereits alles dran was dran muss, was aber nur bedingt vorteilhaft ist. Die Rundbürste wurde in der Verpackung schon etwas deformiert.

Die Absaugstation besteht aus drei Teilen, wovon zwei (die Grundplatte) nur zusammengesteckt werden. Die Absaugeinheit wird anschließend nur aufgestellt und zentriert sich in vier Mulden.

Die Absaugstation – ein echter Hingucker

Ja, die Absaugstation gefällt richtig gut. Sie ist nicht zu groß und sehr modern. Das liegt sicher auch an der schwarzen und glänzenden Oberfläche.

Einen Nachteil hat die geringe Größe allerdings auch. So kann natürlich auch der Staubbeutel nicht sehr groß ausfallen. Es passen lediglich 2400 ml rein und der Nachkauf scheint auch noch nicht so einfach zu sein.

Dafür gefällt der Stromanschluss wieder sehr gut. Zum einen, weil es ein Kaltgeräteanschluss ist und man die freie Wahl bei der Kabellänge hat. Ist nichts passendes zu finden, kann einiges vom Kabel auch am Gerät aufgewickelt werden.

Der erste Eindruck vom Saugroboter Proscenic Floobot X1

Positiv sticht als erstes ins Auge, dass der X1 relativ flach ist. Gerade mal 74 mm ist er hoch. Der Durchmesser von knapp 34 cm ist dagegen eher typisch.

Von unten ist alles recht unspektakulär. Es gibt zwei stark profilierte Antriebsräder, ein lenkbares Rad und eine rotierende Randbürste. Schade ist, dass sie angeschraubt wird und das benötigte Werkzeug nicht beiliegt.

Die rotierende Walzenbürste ist typisch befestigt. Mit dem Lösen von zwei kleinen Sperren, können das Schutzgitter und anschließend die Bürste entnommen werden. Diese besitzt übrigens drei Bürstenreihen und drei Gummilippen.

Staub und Wasserbox im Saugroboter

Die Staubbox, die eine Einheit aus Staubbox und Wischwassertank bildet, wird hinten entnommen. Gut am Aufbau gefällt, dass sich der Luftfilter oberhalb befindet und zur Reinigung leicht entnommen werden kann. Sofern die Absaugung gut funktioniert, sollte auch nicht mehr nötig sein.

Muss die Staubbox manuell entleert oder gereinigt werden, lässt sie sich leider nicht einzeln entnehmen. Es bleibt mit dem Wassertank eine Einheit, die nicht getrennt werden kann. Nicht so schön, aber spart natürlich Platz.

Installation des Saugroboters Proscenic X1

Zur Installation der App, gibt es in der Bedienungsanleitung einen QR-Code. Dieser führt im Browser zu einem Link von Utenic.com. Leider kommt hier die Warnung, dass die Verbindung nicht sicher ist. Also lieber den Google-Store nutzen.

Dort wird die App mit einer Bewertung von 2,1 Sternen (1156 Bewertungen) aufgelistet. Kritisiert werden viele Punkte, die fehlerhaft sein sollen, aber davon werde ich mir selbst ein Bild machen.

Beim Öffnen der App muss als erstes den AGBs zugestimmt und anschließend ein Konto erstellt werden. Aufgrund von anderen Tests (P11 smart) habe ich bereits eines und kann den Punkt überspringen.

Die App meldet sich mit reichlich Werbung, die wenigstens zum Teil erst einmal weggeklickt werden kann. Leider kommt sie wieder. Die untere Werbung für neue Produkte bleibt dauerhaft und daran ist auch nichts zu ändern.

Rechts oben gibt es ein + und das wird jetzt für ein neues Produkt angeklickt. Anschließend muss der Nutzung der Standortbestimmung zugestimmt werden.

Mit dem gleichzeitigen Drücken der Power- und der Home-Taste am Saugroboter blinkt das WLAN-Symbol und die App erkennt automatisch den Saugroboter. Jetzt noch das WLAN-Passwort eingeben und bestätigen. Das war es auch schon.

Die Proscenic App

Beim Start öffnet sich die Übersichtsseite mit der Werbung und den aktuell angemeldeten Geräten. Bis auf den Support-Kontakt, Benachrichtigungen und die Verbindung zu Sprachsteuerungen wird man hier eher selten Einstellungen vornehmen.

Mit einem Klick auf den X1 geht es in das eigentliche Menü des Saugroboters und nach dem ersten Öffnen muss erst einmal die automatische Reinigung gestartet werden. Ansonsten gibt es keine Karte zu sehen.

Wurde das gemacht, kann die Karte frei gestaltet werden. Die erkannten Räume lassen sich trennen, verbinden und benennen. Für jeden Raum lässt sich dann festlegen, ob dieser ein- oder zweimal gesaugt wird und wie stark gesaugt oder gewischt werden soll. Dasselbe gilt für extra angelegte Bereiche

Sinnvoll ist, dass sich Zonen mit gleichen Eigenschaften wie Räume anlegen lassen. Unter unserem Esstisch befindet sich beispielsweise ein großer Teppich, der gern 2x gesaugt werden kann, beim restlichen Wohnzimmer reicht dagegen einmal.

Ebenso ist es möglich, diesen Bereich als NoGo-Zone festzulegen, damit er bei der automatischen Reinigung ausgelassen wird. Bei Bedarf lässt man dann nur diesen Bereich saugen.

Ansonsten gibt es noch die typischen Funktionen, wie einen Wochenplan, eine Fernsteuerung, Einstellungen zur Sprachausgabe und einen Lichtschalter – um die LEDs oberhalb auszuschalten.

Insgesamt muss ich sagen, dass mir die App sehr gut gefällt. Es gibt enorm viele Einstellungsmöglichkeiten und besonders gut gefällt mir, dass für alle Bereiche und Räume unterschiedliche Reinigungsfrequenzen und Reinigungsstärken festgelegt werden können.

Dabei ist mir allerdings ein kleiner Fehler in der App aufgefallen. Möchte man im Zeitplan die Reinigung eines Raumes eingeben, öffnet sich die Bereichsauswahl und bei der Bereichsprogrammierung öffnet sich die Raumauswahl. Aber ok, Kleinigkeit.

Ansonsten ist für mich zum aktuellen Stand die schlechte Bewertung der App nicht nachvollziehbar. Bisher gab es keine Komplikationen und die Funktionsauswahl ist enorm.

Der Proscenic X1 Saugroboter im praktischen Test

Mit dem ersten Start des Saugroboters beginnt gleichzeitig die Kartenerstellung und man sieht in der App, wie sich der Saugroboter umschaut. Er dreht sich 1-2 mal und in Richtung der Blicke, vervollständigt sich die Karte.

Gesaugt wird bei der ersten Kartenerstellung in den Standardeinstellungen und dabei fällt etwas auf, was ich bei mehreren Test bisher noch nicht so hatte. Der X1 braucht ziemlich lange.

Nach 43 Minuten wurden erst 24 m² gereinigt. Der Akku liegt bei 19 % und es geht zurück zur Ladestation. Im zweiten Anlauf sind es dann 58 Minuten für 35 m². Der Schnitt liegt somit bei knapp 2 Minuten je Quadratmeter. Das ist doch etwas langsam und geht zu Lasten des Akkus.

Mit einer neuen Position der Absaugstation und vielleicht auch dem mehrmaligen Laden des Akkus, wurde es deutlich besser. Inklusive Flur dauerte die Kartenerstellung jetzt 80 Minuten, dabei wurden 48 m² gesaugt und der Akku zeigt noch immer 35 % an.

Das Problem dabei: Offenbar hat er sich irgendwo „verfahren“, dadurch die Kartenerstellung verschoben und ist bereits gesaugte Flächen erneut abgefahren.

Mäßige Hinderniserkennung

Die Raumerkennung funktioniert absolut super bei einer Drehung des Proscenic X1 wird der Raum bereits gut gescannt. Auch werden große Hindernisse nicht angerempelt.

Bei kleinen Hindernissen, wie Stuhlbeine oder herumliegende Sachen, sieht es da leider anders aus. Die werden erst bei vollem Kontakt erkannt und dann umfahren. Da rumpelt es dann schon mal.

Reinigungsleistung des Proscenic X1

Zum Test der Reinigungsleistung habe ich zwei Hocker aufgestellt und in diesem Bereich die Punktreinigung gestartet.

Die Saugleistung ist gut und deutlich sichtbar, wird unter dem Saugroboter auch alles eingesaugt. Dass die Seitenbürste dabei einiges wegschleudert, ist nicht schön aber leider bei sehr vielen Saugrobotern so. Daran wird sich auch kaum etwas ändern lassen.

Weniger schön ist allerdings, dass die Kombination aus Punktreinigung und Hindernisse für etwas Verwirrung sorgt und nicht alle Punkte abgefahren werden.

Bei der Flächenreinigung ist mir in der Art nichts aufgefallen. Hier zeigt auch die App deutlich an, dass alles gesaugt wurde.

Arbeit der Absaugstation

In der App lässt sich einstellen, ob der Saugroboter nach jeden Saugdurchgang, jedem zweiten, dritten oder gar nicht automatisch ausgesaugt werden soll. Im Grunde ist das albern, da sich die paar Sekunden kaum am Stromzähler bemerkbar machen. Also bleibt die Einstellung auf „jedes Mal“.

Vielleicht stört es aber auch jemanden, weil das Aussaugen doch reichlich Krach macht. Ich bin mit meiner Messung auf immerhin knapp 80 dB gekommen. Aber dagegen ist nichts zu sagen, da es nur kurzzeitig ist und ich bisher auch keine leisere Absaugstation kenne.

Nicht so schön ist allerdings das Ergebnis und das habe ich schon besser gesehen. Auch nach mehreren Saugdurchgängen mit anschließender Absaugung, bleibt immer wieder etwas in der Staubbox. Nicht viel und es wird auch nicht mehr aber sollte eben nicht sein.

Der Proscenic Floobot X1 und Alexa

Natürlich lässt sich der X1 auch mit der Sprachsteuerung von Alexa und Co. bedienen. Viel lässt sich aber nicht bewerkstelligen damit. In den Einstellungen (per App) kann zwar die Saugstärke verändert werden aber dann könnte man auch die App von Proscenic nutzen.

Per Sprachbefehl oder Routine ist lediglich der Start oder das Beenden des Auto-Modus möglich.

Fazit: Saugroboter mit Absaugstation Test Proscenic Floobot X1

Optisch ist der Proscenic Floobot X1 schon ein Leckerbissen und auch die Absaugstation darf gern im Wohnzimmer stehen.

Die App ist super und bringt jede Menge Funktionen mit. Besonders gut gefällt die Möglichkeit, verschiedene Räume und auch angelegte Bereiche mit unterschiedlicher Frequenz und Stärke zu saugen.

Ebenso sehenlassen kann sich die Saugleistung, auch wenn die Seitenbürste ein Teil des Schmutzes wegwedelt. Das passiert den meisten und ist ein Nachteil, wenn es nur eine Seitenbürste gibt.

Bei der Navigation beziehungsweise Kartenerstellung, bin ich etwas gespalten. So lange der Proscenic Floobot X1 gut fahren kann, verläuft die Kartenerstellung sehr schnell und exakt. Wird er aber aus irgendwelchen Gründen aus dem Konzept gebracht, verschieben sich die Grenzen und nichts stimmt mehr.

Ebenso werden kleinere Hindernisse nicht erkannt und angefahren. An Stuhlbeinen kann das schon mal rumpelt.

Die Absaugstation des Proscenic Floobot X1 macht ihren Job gut aber nicht perfekt. Irgendwie gibt es immer einen Fleck am Filter, an dem noch Schmutz hängen bleibt. Leer ist die Staubbox aber trotzdem.

Gut gefällt, dass es zum Saugroboter eine Fernbedienung gibt, mit der sich grundlegende Funktionen steuern lassen. So ist man nicht gezwungen, immer erst die App zu öffnen. Alternativ steht zum Starten des Saugvorgangs aber auch die Sprachsteuerung von Alexa und Google zur Verfügung.

Die Wischfunktion des Proscenic Floobot X1 wurde nicht getestet und wird auch nicht bewertet. Wer seine Wohnung so wischen möchte, kann das gern tun. Für mich ist ein Lappen der nur hinterhergezogen und zwischendurch nicht ausgewaschen wird, kein Wischen.

Das Testergebnis beeinflusst das allerdings nicht. Schließlich hat jeder die freie Wahl, die Wischfunktion zu nutzen oder nicht.

Saugroboter Test Proscenic Floobot X1
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