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Xerox C325 Test – Farblaser Multifunktionsdrucker

xerox c325 test 01

Technische Daten Xerox C325

Dies ist nur eine kleine Auswahl. Weitere Details sollten der Herstellerseite entnommen werden.

DruckgeschwindigkeitFarbe: bis zu 33 Seiten/Min.
Schwarz: bis zu 33 Seiten/Min.
Max. Druckauflösung1200 x 1200 dpi
Max. Kopien-/Scanauflösung600 x 600 dpi
Mobiles DruckenApple® AirPrint®
Drucken vom Chromebook
Mopria® Print Service
Mopria® Scan
Wi-Fi Direct
ScanzieleE-Mail, FTP, über Netzwerk oder USB verbundener Computer, frontseitiger USB-Stick, Windows-Netzwerkordner
Scannen / Druckenbeidseitig mit Selbsteinzug
FassungsvermögenHauptpapierfach: 250 Blatt
Zusatzzufuhr: 1 Blatt
PapierformatHauptpapierfach: 98 x 148 mm bis 216 x 356 mm
Zusatzzufuhr: 76 x 127 mm bis 216 x 356 mm
Ausgabekapazität200 Blatt
Mindestabmessungen (B x T x H)479 x 475 x 491 mm
Gewicht27,1 kg

Erste Einrichtung des Xerox C325

Der Versand des Testgerätes erfolgte in einem ziemlich großen Karton per UPS und zum Transport sowie auch beim Auspacken sind zwei Personen nicht verkehrt.

Mir stand eine entsprechende Hilfe nicht zur Verfügung und es geht auch alleine. Den ausgepackten Drucker alleine die Treppe hoch ins Büro zu bringen, ist aber schon ein Akt.

Aber nun steht er an seinem vorläufigen Platz neben dem Creality K2 Plus, alle Klebestreifen und Transportsicherungen sind entfernt und er kann das erste Mal eingeschaltet werden.

Einrichten mit dem Xerox easy Assist

Als erstes wird nach der Sprache und dem Heimatland gefragt und anschließend angeboten, die App Xerox Easy Assist zu nutzen. Ich bestätige, wähle Android für das Mobilgerät und lade mir die App herunter, auch wenn die Bewertung mit 3,3 Sterne nicht so ganz gut ausfällt.

Die App sucht selbstständig nach dem Drucker im Netzwerk, ich ihn aber nicht ins LAN eingebunden habe, wird er natürlich auch nicht gefunden. Also geht es mit dem Scannen des auf dem Display angezeigten QR-Codes weiter.

Damit wird der Drucker gefunden und es kann mit der Einrichtung begonnen werden. Dazu wird “benutzerfreundlicher Druckername” und ein “benutzerfreundlicher Standort” eingegeben und das WLAN eingerichtet.

Danach soll die Faxfunktion eingerichtet werden, was ich ein wenig überflüssig finde. Wer nutzt heute noch ein Faxgerät? Aber ok, ich gebe Telefonnummer und meinen Namen ein. Vielleicht schickt mir ja doch mal jemand ein fax.

Anschließend erfolgt die Vergabe eines neuen Admin-Kennwortes, wobei es schade ist, dass man zwar das Passwort ändern kann (auch sollte) aber nicht den Benutzernamen “admin”.

Abschließend zeigt sich noch einmal eine Übersicht, was alles eingerichtet wurde. Hier hat man auch die Möglichkeit, einzelne Punkte zu ändern. Ist alles ok, können die Daten geschickt werden.

Können? Nein, können sie nicht, denn die App meldet sich damit, dass der QR-Code vom Drucker zur Verbindung eingelesen werden soll. Jetzt weiß ich, woher die negativen Bewertungen der App kommen.

Einrichtung 2. Versuch

Also am Drucker abbrechen und die Einrichtung per App erneut starten. Aber warum wird mir jetzt mein zuvor eingegebenes Passwort angezeigt und warum ist der Drucker bereits mit dem WLAN verbunden?

Egal, ich bestätige und jetzt kommt auch die Bestätigung vom Drucker, dass er eingerichtet ist. Er bietet an, eine Testseite zu drucken, was ich starte und da diese auch gedruckt wird, scheint es erst einmal zu funktionieren.

An der Stelle ein Hinweis: Während der Installation wird angeboten, die Mailadresse einzugeben, damit die Xerox Software zugeschickt werden kann. Das ist nicht nötig und zumindest Windows 10 holt sich diese automatisch bei der Einrichtung.

Xerox C325 unter Windows einrichten

Viele Multifunktionsdrucker bringen ihr eigenes Programm mit und natürlich auch der Xerox C325. Mir ist es jedoch wichtiger, dass ich aus allen Programmen heraus drucken und auch direkt im Grafikprogramm scannen kann. Also muss der Xerox unter Windows eingerichtet werden.

Bereits der erste Versuch macht mich glücklich. Unter den Einstellungen in Windows (10) einen neuen Drucker hinzufügen, er wird gesucht, gefunden und automatisch eingerichtet (dauert etwas). So muss das sein.

Anschließend Google Docs geöffnet, drucken anklicken, Xerox auswählen und ein paar Sekunden später ist der Ausdruck da. Dasselbe gilt auch für ein Foto, das ich über Photoshop drucken lasse.

Jetzt noch im Grafikprogramm scannen und auch das funktioniert in einem sehr rasanten Tempo. Für mich wäre damit die Einrichtung abgeschlossen. Eine extra Software für den Drucker bräuchte ich gar nicht.

Wer dennoch etwas “Software” benötigt, kann in den Windows Einstellungen “Drucker und Scanner” den Xerox C325 anklicken, verwalten auswählen und dort die Drucker-App abrufen. In meinem Fall wurde sie automatisch installiert.

Mit ihr können Bilder und Dokumente gescannt, PDFs optimiert, der Gerätestatus abgerufen oder auch Verbrauchsmaterialien bestellt werden. Also wer lieber damit arbeitet, findet hier alles was er braucht.

Ich habe sie nach einer Weile wieder deinstalliert, da ich für alle diese Dinge weiterhin meine gewohnte Software verwenden möchte. Zumal das Scannen über die App auch nicht funktioniert hat.

Auch die Xerox® Workflow Central-Plattform reizt mich in diesem Zusammenhang nicht, da sie nicht gratis ist und mir als Freiberufler kaum Mehrwert bietet. Für kleine oder größere Unternehmen könnte das natürlich anders aussehen.

Für detaillierte Einstellungen kann der Drucker über die IP im Browser aufgerufen werden. Dort lässt sich sogar das Display am Drucker einstellen und man kann selbst entscheiden, welche Direktwalen dort in welcher Reihenfolge angezeigt werden.

Bedienung am Drucker

Zur direkten Bedienung ist der Xerox C325 mit einem farbigen 4,2 Zoll Touchscreen ausgestattet, dass sich von fast flach liegend bis fast senkrecht (42°) neigen lässt. So ist der Drucker gut von vorn und von oben bedienbar.

Über das Menü ist es schnell möglich, Blätter einzeln oder über Zufuhr zu kopieren, per Mail zu verschicken, zu faxen, auf das Adressbuch zuzugreifen, Einstellungen vorzunehmen oder den Zustand der Verbrauchsmaterialien abzufragen.

Um ehrlich zu sein, möchte ich gar nicht auf alle Einstellungen eingehen, die der Xerox C325 bietet. Vom skalieren beim Kopieren bis zum Speichern auf einem FTP-Server ist wirklich alles möglich und man braucht sehr lange, um wirklich alles zu durchforsten.

Was ich probiert habe und was zeigt, dass es wirklich sehr viele Funktionen gibt, ist das Kopieren auf einen anderen Drucker. Dazu kann ein Blatt über den Xerox gescannt aber automatisch auf einem anderen Drucker im Netzwerk gedruckt werden.

Mir persönlich gefällt die Möglichkeit, gescannte Bilder per FTP an eine bestimmte Adresse zu schicken. Bei mir ist das beispielsweise mein Netzwerk-Server, wodurch ich mir den Umweg über einen Speicherstick erspare.

Alternativ lässt sich aber auch direkt ein Netzwerkorder angeben, in dem das gescannte Bild oder Dokument abgelegt wird. Daran sieht man, dass es unzählige Möglichkeiten und Einstellungen gibt.

Was ich jedoch etwas kurios finde und wobei ich noch nicht weiß, ob es ein Anwendungsfehler oder ein technisches Problem ist, ist die Tatsache, dass der eingegebene Netzwerkordner nicht gespeichert bleibt. Aber das finde ich noch heraus.

Arbeitsgeschwindigkeit des Xerox C325

Für mich als Freiberufler im Homeoffice steht im Vordergrund, dass ich jederzeit von jedem Rechner im Haus und vom Smartphone aus drucken kann. Dazu sollte der Multifunktionsdrucker beidseitig scannen und drucken können.

Diese Voraussetzungen erfüllt der Xerox C325 und damit wäre ich grundlegend glücklich. Natürlich ist es schon schön, wenn man einen Druck anklickt und dieser schnellstmöglich auch ausgedruckt zur Verfügung steht.

Ob ein einzelner Ausdruck 5 oder 10 Sekunden dauert wäre mir persönlich nicht so wichtig. Dennoch habe ich mal ein paar Zeiten gestoppt und war erstaunt, wie fix manches doch geht.

Aufgabebenötigte Zeit
Druck s/w aus Google Docs11 Sekunden
Fotodruck A4 aus Photoshop (9,5 MB)20 Sekunden
Kopie s/w am Drucker7 Sekunden
Kopie Farbfoto A4 am Drucker7 Sekunden
Druck Email vom Smartphone9 Sekunden
Scannen A4 Farbe über Photoshop15 Sekunden
5 Seiten beidseitig scannen und drucken1 Minute

Die Zeiten wurden genommen, während der Drucker bereits in Bereitschaft war. Wird der Xerox C325 in den Energiesparmodus geschickt und dann ein Druck aus Google Docs gestartet, dauerte das etwa 11 Sekunden länger.

Auch das ist recht flott und gut gefiel dabei vor allem, dass der Drucker anschließend sofort wieder in den Energiesparmodus geht und nicht so lange aktiviert bleibt, bis die automatische Funktion greift.

Qualität beim Drucken und Scannen

Fakt ist, Farblaserdrucker sind keine Fotodrucker und werden auch niemals an die Bildqualität von Tintenstrahldruckern in Kombination mit Fotopapier heranreichen. Das sollte jedem klar sein.

Dennoch ist es durchaus möglich, Fotos auf A4 zu bringen und auch wenn es keine Hochglanzbilder werden, sieht das Ergebnis richtig gut aus. Getestet habe ich das anhand eines recht bunten Fotos aus dem letzten Urlaub.

Es wirkt deutlich dunkler als auf dem Bild des Monitors und gerade das Wasser etwas zu übertrieben blau, man darf aber nicht vergessen, dass der Monitor eine Hintergrundbeleuchtung hat und das bedruckte Papier natürlich nicht.

Dazu kommt, dass sich der Drucker natürlich etwas justieren lässt, was ich auch probiert habe. Die RGB-Helligkeit um zwei Punkte hoch und schon sah der Ausdruck viel natürlicher aus.

Wer möchte kann sich auch Testblätter ausdrucken, um die Farben bis zur Perfektion anzupassen. Mir reicht es, wenn Bilder natürlich aussehen und wie gesagt, handelt es sich nicht um einen Fotodrucker.

Der Xerox C325 im täglichen Umgang

Im meiner Tätigkeit als freiberuflicher Redakteur fallen nicht so viele Druckarbeiten an. Hauptsächlich sind es Rechnungen die ich ausdrucke und Versandetiketten, die ich für den Rückversand benötige.

Hin und wieder brauchen die Kinder farbige Ausdrucke, wenn sie Präsentationen für die Schule machen müssen und mein Frau druckt sich gern Rezepte aus, die sie gleich vom Smartphone sendet. Eine extra App ist dabei übrigens nicht nötig.

Grundlegend gibt es da nichts am C325 auszusetzen. Er bleibt dauerhaft im Bereitschaftsmodus und springt sofort an, wenn eine zu druckende Datei geschickt wurde. Das funktioniert super

Was mir persönlich nicht so gefällt ist, dass es nur ein Papierfach und einen Einzelblatteinzug gibt. Durch den Druck von Rechnungen und Versandscheinen wechsle ich oft zwischen A4 und A5, mit nur einem Papierfach ist das etwas umständlich.

Ebenso unschön gelöst wurde die Druckausgabe. Diese liegt zwischen Scanner und Druckeinheit und wenn der Drucker (wie bei mir) nicht frei steht, ist es etwas unhandlich, die Ausdrucke zu entnehmen.

Ich muss aber sagen, dass das Punkte sind, die nicht so ganz zu meinen persönlichen Ansprüchen passen. Daher ist das eher eine persönliche Note als eine negative Bewertung.

Laufende Kosten mit dem Xerox C325

Betrachtet man sich die Möglichkeiten zum Standby und Energiesparmodus ist alles ok und da gibt es auch nichts auszusetzen. Aber…..

Wer viel Druckt, sollte auch die Folgekosten im Auge behalten und da gefällt mir der Xerox C325 nicht so ganz. Laut Herstellerseite kostet ein Tonermodul (schwarz) für 2200 Seiten 89,59 € zzgl. MwSt. Damit kommt man auf etwa 5 Cent pro Druckseite.

Das ist schon ordentlich und andere namenhaften Hersteller begnügen sich mit 1,5 bis 3,5 Cent. Noch teurer wird es bei farbigen Ausdrucken. Die kosten fast 20 Cent je Seite. Auch hier liegt der Xerox deutlich über dem Durchschnitt.

Günstiger wird es, wenn man auf Toner mit höherer Kapazität setzt, nur wäre für einen Freiberufler wie mich, ein solcher Satz Toner mit den Gesamtkosten von fast 1000 € schon eine ordentliche Investition. Der Drucker selbst kostet nicht mal die Hälfte davon.

Fazit Xerox C325 Test

Bei der ersten Installation sollte man vielleicht auf die Hilfe durch die App Xerox Easy Assist verzichten oder benötigt eventuell mehrere Anläufe. Hat man jedoch das hinter sich, ist die Bedienung ein Kinderspiel.

Egal ob am Touchscreen des Farblaser Multifunktionsdruckers oder im Browser am PC, es gibt extrem viele Einstellungen, die die Arbeit erleichtern oder entscheiden, wie und wo das gescannte Bild gespeichert oder gedruckt wird.

Entscheidet man sich dabei für einen farbigen Fotodruck, sieht das gedruckte Bild überraschend gut und fast natürlich aus. An der Farbqualität als Laserdrucker gibt es daher nichts auszusetzen.

Ebenso lässt sich nichts gegen die Arbeitsgeschwindigkeit sagen, die wirklich sehr flott ist. Auch dann, wenn der Xerox C325 für den Ausdruck erst aus dem Standby geholt wird.

Bei den dabei entstehenden Druckkosten, muss man den Xerox schon sehr mögen, denn die fallen ziemlich hoch aus. Vielleicht gibt es ja irgendwann alternative und damit günstigere Toner.

xerox c325 test 20

Riccardo Düring

Als gelernter Facharbeiter für Zerspanungsmechanik, Hausbauer und ambitionierter Heimwerker, habe ich als Ausgleich viel Zeit im Internet verbracht, Bosch bei der Moderation seiner Heimwerker-Community unterstützt, ein Bautagebuch geführt und meinen Heimwerker-Blog veröffentlicht.
Heimwerker.de erkannte meine Talente und holte mich als Redakteur für Fachbeiträge und Testberichte ins Boot. Nach und nach wurde Heimwerker.de schließlich zu meinem Baby, um das ich mich liebevoll gekümmert habe.  Aber Babys werden groß und gehen ihre eigenen Wege. So wie ich jetzt als freier Redakteur (hauptsächlich) für Testberichte.