SwitchBot AI Art Frame Test? Auf einem Testportal schreibt man Testberichte! Mir fällt es im aktuellen Fall allerdings schwer, den Test tatsächlich auch als Test zu bezeichnen.
Ein Test setzt schließlich voraus, dass man etwas bewertet und mit anderen Möglichkeiten vergleicht. Der SwitchBot AI Art Frame ist allerdings ziemlich einzigartig, was einen Vergleich schwer macht. Dazu ist vieles reine Geschmackssache und eine Bewertung fällt schwer.
Daher werde ich beim SwitchBot AI Art Frame Test versuchen, meinen persönlichen Geschmack nicht zu sehr in die Bewertung einfließen zu lassen.
Ist der SwitchBot AI Art Frame ein digitaler Bilderrahmen?
Um es vorweg zu nehmen, der SwitchBot AI Art Frame ist kein typischer digitaler Bilderrahmen und er ist auch kein Bildschirm, der bunte Bilder zeigt – zumindest nicht im üblichen Sinne.
Statt eines typischen Bildschirmes haben wir hier eine 6-Farben-E-Ink-Leinwand. Viele kennen sicher eBook-Reader, die augenschonend ein papierähnliches Lesegefühl bieten. So etwas in der Art ist der SwitchBot AI Art Frame – nur farbig.
Diese Art der Bilddarstellung bringt Eigenschaften mit, die den SwitchBot AI Art Frame so besonders machen und für eine bestimmte Sache prädestinieren – die Darstellung von Bildern (Kunst) und nicht von Fotos.
Ein Bildschirm wie gemalt
Im vorherigen Absatz habe ich bereits erwähnt, dass der SwitchBot AI Art Frame kein typischer Bildschirm ist. Das heißt, er leuchtet nicht und benötigt zur Sichtbarkeit Umgebungslicht.
Das heißt aber ebenso, dass die Oberfläche nicht spiegelt und in jedem Betrachtungswinkel absolut gleich aussieht. Als würde man auf ein gemaltes Bild blicken. Das wirkt für ein Display irgendwie surreal.
Interessant ist auch die Art der Darstellung, die zwar bis zu 65000 Farben und bei der 13,3″ Version knapp 2 MP ermöglicht, das so aber nicht nutzt.
Stattdessen gibt es sichtbare Pixel und keine fließenden Farbverläufe. Das wirkt schon etwas kurios, verstärkt aus größerer Distanz aber das Gefühl, auf ein echtes gemaltes Bild und nicht auf einen Monitor zu blicken.
Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass mir etwas fehlt. Vielleicht möchte ich den SwitchBot AI Art Frame doch hin und wieder nutzen, um richtig scharfe Fotos anzuzeigen. Dazu habe ich leider keine Möglichkeit gefunden.
Ein Akku ohne Ende
Na ganz so aber fast – zumindest, wenn man es mit den Bildwechseln nicht übertreibt. Denn nach meiner Einschätzung, benötigen nur diese wirklich Energie.
Der 7,3″ SwitchBot AI Art Frame läuft jetzt 3 Tage ohne Bildwechsel und der Akku zeigt noch immer 100 % an. Der 13,3″ wechselt alle 30 Minuten das Bild und liegt nach einer Woche bei 73 %. Allerdings habe ich auch viel “gespielt” und manuell Bilder gewechselt, was zusätzliche Energie benötigt.
Der Hersteller verspricht bei einem wöchentlichen Bildwechsel eine Akkuleistung von bis zu zwei Jahren, was schon unglaublich klingt. Aber selbst wenn es nur ein Jahr ist, wäre das mehr als faszinierend.
Der SwitchBot AI Art Frame im praktischen Test
Ok, nennen wir es nicht Test – ich probiere den SwitchBot AI Art Frame aus und zeige, welche Möglichkeiten die App bietet. Zur Verfügung stehen mir dafür die 7,3″ und die 13,3″ Variante, wobei das funktionell keinen Unterschied macht.
Anmeldung in der App
Die zu nutzende App nennt sich SwitchBot und steht für Android ebenso zur Verfügung wie für Apple-Nutzer. Ich nutze sie bereits für andere Geräte und kann die schlechte Bewertung von 2,8 Sterne im Google Play Store nicht so recht nachvollziehen.
Ganz im Gegenteil, die App gefällt mir sogar ziemlich gut und ich würde darauf tippen, dass sie auf Smartlife bzw. Tuya basiert. Dadurch findet man sich ziemlich schnell zurecht und eine Anbindung zu fast allen Sprachsteuerungen und smarten Diensten ist möglich.
Das Hinzufügen der SwitchBot AI Art Frame ist ein Kinderspiel. Ein Klick auf das Plus und “Gerät hinzufügen” und schon werden alle erkannten Geräte im Umfeld angezeigt. Die, die bereits verbunden sind und die, die verbunden werden können.
Den Art Frame auswählen, man wird aufgefordert, das Knöpfchen auf der Rückseite zu drücken und schon erfolgt die Verbindung. Wurden bereit Geräte registriert, müssen nicht mal die WLAN-Daten eingegeben werden.
Abschließend lässt sich der Bilderrahmen noch umbenennen und einem Raum zuordnen. Das war es bereits und auch Alexa meldet die neu gefunden Geräten. Ich habe jedoch nichts gefunden, was über Alexa gesteuert werden kann.
Einfache Bilderfunktionen ohne KI
Der Name AI Art Frame verrät bereits, hier spielt die künstliche Intelligenz eine sehr große Rolle. Aber macht es auch ohne Sinn? Klar macht es, aber dann sind die Möglichkeiten eben eingeschränkt.
Das große Augenmerk liegt ganz klar auf Kunst und so sind unter dem Menüpunkt “Galerie” auch jede Menge mehr oder weniger bekannte Kunstwerke zu finden. Eine Sortierung gibt es zwar nicht aber zumindest eine Suchfunktion.
So ganz ausgereift ist die Galerie-Funktion jedoch noch nicht und zurecht steht der Vermerk “Beta” dazu. Da wirft die Suche schon mal einen Blumenstrauß raus, wenn man nach “Der Schrei” gesucht hat. Oder heißt das Gemälde “Studie einer jungen Frau” auf einmal “Studie eines jungen Frau”.
Dennoch gefällt die Galerie, denn neben den eigentlichen Kunstwerken gibt es auch weitere Informationen dazu. Man weiß halt nur nicht, in wie weit man sich auf die Angaben verlassen kann.
Man muss sich jedoch nicht auf die klassischen Künstler verlassen, sondern kann auch eigene Bilder aus dem Fotoalbum hochladen. Besondere Funktionen gibt es (außer drehen und schneiden) aber nicht.
Nicht ganz so gut gefällt, dass lediglich 10 Bilder abgelegt beziehungsweise gespeichert werden können. Diese lassen sich dann aber manuell, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder nach einer bestimmt Zeit automatisch wechseln.
Mit KI wird es lustig
Gut, ob es lustig wird, entscheidet jeder für sich, aber wer die Möglichkeit hat, probiert ganz sicher irgendwelche sinnlosen Dinge aus und lässt sich daraus ein Kunstwerk kreieren – bei mir war es halt ein Katzenschwein mit Einhorn.
Damit sind wir auch schon bei der ersten KI, dem Erstellenlassen von Kunstwerken. Grenzen werden dabei nur durch die eigene Fantasie gesetzt und das bereits probierte Katzenschwein kann auch in “Modern Art” erstellt werden.
Dazu können ebenso eigene Bilder genutzt und mit KI verfeinert werden. Ich habe aus meinem Profilbild mal einen “coolen Rocker” machen lassen und zumindest an einigen Gesichtszügen erkennt man noch, dass ich das sein soll.
Etwas besser gelang dasselbe “beim Streicheln einer Katze”, da hier komplett mein Bild verwendet und eine Katze dazu gezaubert wurde. Dann lächle ich auf dem Bild sogar. 🙂 “Mit einem Cocktail” macht die Sache wieder etwas ernster.
Eine weitere Möglichkeit ist, eigene Bilder mit verschiedenen Stilfiltern zu bearbeiten. Die Ergebnisse sind gut bis absolut begeisternd. Vor allem die Umsetzung “Vintage-Zeitung”, was ich eher Steampunk nennen würde, hat mich umgehauen.
Es kam allerdings auch öfter mal vor, dass sich Bilder einfach nicht mit bestimmten Stilen kombinieren ließen. Dann gab es eine Fehlermeldung. Leider wurde nicht erklärt, worin das Problem besteht. Darauf musste ich selbst kommen.
SwitchBot AI Art Frame – teuer oder gerechtfertigt?
Ehrlich? Ich weiß es nicht! Mir persönlich wäre der SwitchBot AI Art Frame zu teuer und ich würde ihn wahrscheinlich nicht kaufen. Würde Geld allerdings keine Rolle spielen, hätte ich sicher ein paar von der größten Variante an der Wand.
Man muss es leider sagen, mit aktuell etwa 120, 280 und 930 € (7,3 / 13,3 / 31,5 Zoll) reißt der SwitchBot AI Art Frame schon ein tiefes Loch in die Tasche und man muss sich den Spaß auch leisten können.
Begibt man sich jedoch mal auf die Suche, stellt man fest, dass SwitchBot nicht der einzige Anbieter solcher E-Ink-Leinwände ist. Da kostet die 13,3″ Variante (280 €) dann zwischen 300 und 700 € und der Preis von SwitchBot erscheint wieder fair.
Nicht so schön ist, dass die KI-Funktionen nur optional sind und ein Abo benötigen, das mit etwa 5 € pro Monat zu Buche schlägt. Die ersten 30 Tage sind aber frei und umfassen immerhin 400 Bilderstellungen, die sich auch ausschöpfen und herunterladen lassen.
Fazit: SwitchBot AI Art Frame Test
Der SwitchBot AI Art Frame ist neu und unterscheidet sich total von allen bekannten digitalen Bilderrahmen. Er besitzt keine Hintergrundbeleuchtung und benötigt räumliches Licht. Dafür ist er sparsam und kommt ohne einen dauerhaften Stromanschluss aus.
Im Vordergrund steht aber nicht die Energieeffizienz, sondern die Darstellung der Bilder als Kunst. Ohne Reflexion und Hintergrundbeleuchtung sehen die Bilder aus wie gemalt und wie echte Kunstwerke. Das ist wirklich ein Hingucker.
Um nicht nur normale Fotos darzustellen sondern auch echte Kunst, bringt der SwitchBot AI Art Frame eine integrierte KI mit, die Kunstwerke erstellen oder aus eigenen Fotos kreieren kann. Die Ergebnisse sind wirklich beeindruckend.
Alles hat jedoch seinen Preis und bereit für den SwitchBot AI Art Frame muss man je nach Größe einiges auf den Tisch legen. Dazu kommen etwa 5 €/Monat, wenn man die KI-Funktionen dauerhaft nutzen möchte. Also den SwitchBot AI Art Frame muss man sich schon leisten können.


Als gelernter Facharbeiter für Zerspanungsmechanik, Hausbauer und ambitionierter Heimwerker, habe ich als Ausgleich viel Zeit im Internet verbracht, Bosch bei der Moderation seiner Heimwerker-Community unterstützt, ein Bautagebuch geführt und meinen Heimwerker-Blog veröffentlicht.
Heimwerker.de erkannte meine Talente und holte mich als Redakteur für Fachbeiträge und Testberichte ins Boot. Nach und nach wurde Heimwerker.de schließlich zu meinem Baby, um das ich mich liebevoll gekümmert habe. Aber Babys werden groß und gehen ihre eigenen Wege. So wie ich jetzt als freier Redakteur (hauptsächlich) für Testberichte.



























