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Royal Gardineer BWC-620 Test

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Royal Gardineer BWC-620 Test: Vor einer Weile habe ich bereits den beziehungsweise die Bewässerungscomputer Royal Gardineer BWC-550 getestet und bin nach wie vor von der Zuverlässigkeit begeistert. Was mich jedoch ein wenig stört, ist der Verschleiß an Batterien.

Mit den neuen Modell BWC-620 soll das ein Ende haben, denn diese besitzen einen eingebauten Akku und ein integriertes Solarmodul. Zusätzlich können sie mit einem Bodensensor kommunizieren und so automatisch bewässern.

Royal Gardineer WiFi Bewässerungscomputer mit integr. Solarpanel
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Lieferumfang Royal Gardineer BWC-620 Set

Der Lieferumfang ist mit dem smarten Bewässerungscomputer und benötigten Dichtungen recht überschaubar. Wobei ich aber dazu sagen muss, dass ich zum Test das 4er Set mit vier Bodensensoren habe.

Demnach sind es bei mir vier Bewässerungscomputer, 4 Dichtungen und vier Bodensensoren. Die für die Bodensensoren benötigten AA-Batterien liegen nicht bei, was ich aufgrund der begrenzten Haltbarkeit aber ok finde.

Der Bewässerungscomputer

Äußerlich gibt es nicht so viel zum Bewässerungscomputer zu sagen. Es handelt sich um einen schwarzen Block mit zwei Wasseranschlüssen, womit er einfach irgendwo zwischen dem Wasserhahn und einem Gartenschlauch eingesetzt werden kann.

Neu ist, dass der Block aus zwei beweglich verbundenen Teilen besteht. Auf der einen Hälfte befindet sich das Solarpanel und dieser Teil kann zur besseren Ausrichtung ein wenig geneigt werden. Nicht viel aber es sorgt für einen besseren “Blick” zur Sonne.

Auf der rechten Seite (Blick auf das Solarpanel) befindet sich ein kleiner Taster, mit dem das Ventil bei Bedarf manuell geschaltet werden kann.

Hat man den teil mit dem Solarpanel verdreht, kommt darunter noch eine kleine Gummiabdeckung zum Vorschein. Unter ihr befindet sich ein USB-C Anschluss, um den Akku ohne Sonne aufzuladen.

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Der Bodensensor

Der Bodensensor, der die Feuchtigkeit im Boden messen soll, sieht aus wie ein etwas größeres Überraschungsei (48 x 114 mm). Er lässt sich auch ebenso mittig öffnen, um die benötigten 3 AA Batterien einzusetzen.

Unten befinden sich noch zwei 64 mm lange Spieße, womit das Ei in die Erde gesteckt wird. Vermutlich mit einer Widerstandsmessung (Leitfähigkeit des Bodens) wird gemessen, wie feucht der Boden ist.

Inbetriebnahme des Royal Gardineer

Grundlegend gibt Royal Gardineer an, man sollte die App Elision verwenden. Ich rate nicht davon ab, wer aber bereits viele smarte Geräte per App bedient, wird eh Tuya oder Smartlife nutzen. Und da Elision, wie viele andere Apps, nur ein Clone von Tuya/Smartlife ist, kann man auch gleich Smartlife nutzen. Das erspart weitere Apps und ändert nichts an der Bedienung.

Dort wird wie gewohnt ein neues Gerät hinzugefügt und sofern das Royal Gardineer BWC-620 mit einem langen Tastendruck bereits aktiviert wurde, wird es über Bluetooth auch sofort gefunden.

Dann folgen die bekannten Schritte, wie die WLAN-Verbindung eingeben, Gerät benennen oder einen “Raum” angeben. Sofern Smartlife bereits mit Alexa verknüpft wurde, meldet Alexa auch sofort das neu erkannte Gerät.

Anschließend wird das BWC-620 in der App angeklickt und unterhalb gibt es einen Button “Add Sensor”. Diesen anklicken, den Sensor mit Batterien versehen und die Paring-Taste im inneren drücken.

Damit ist der Sensor auch schon diesem einen Ventil zugewiesen und fertig gepaart. Verbinden lässt sich leider immer nur ein Sensor mit einem Ventil!

Die App des BWC-620

Die Basis bildet wie gesagt Tuya beziehungsweise Smartlife, welche ebenso von Tuya abstammt und im europäischen oder deutschsprachigen Raum die weiter verbreitete Variante ist.

Das heißt, das Umfeld mit Szenen, Räumen, Wetterbeeinflussung und was es noch so alles gibt, gilt auch für die Bewässerungscomputer Royal Gardineer BWC-620. Und genau darum ist es auch gut, auf Smartlife aufzubauen.

Kommen wir nun zur eigentlichen App, die den Bewässerungscomputer bedient. Die wirkt ein wenig durcheinander, weil nicht alles selbsterklärend ist und es auch den einen oder anderen Makel gibt.

Das fängt bereits damit an, dass alles englisch ist, woran sich auch nichts ändern lässt. Ebenso kann man seinem smarten Ventil einen Namen geben und dennoch heißt es oberhalb weiterhin “Smart valve”. In der Gesamtübersicht stimmt der eingestellte Name aber.

Oberhalb wird mit “Laste Time” und “End Time” offensichtlich die letzte Bewässerungszeit angegeben, was für mich so passen würde. Darunter der Akku-Stand und ein kleiner Einblick in das aktuelle Wetter.

Dann folgt ein auffällig blauer Bereich, der der direkten Bedienung dient. Hier kann einfach an/aus geschaltet werden oder vorher eine bestimmte Dauer bzw. Wassermenge festgelegt werden.

Damit kommen wir zum wichtigen Teil – dem Bodensensor zum Royal Gardineer BWC-620. Hier wird im untersten Teil die Temperatur und Luftfeuchtigkeit angezeigt. Oh doch Deutsch aber warum “Luftfeuchtigkeit”?

Rechts daneben gibt es einen Button, mit dem die automatische Bewässerung eingestellt werden kann. Ebenso deutsche Wörter, allerdings passen diese dort gar nicht hin, was den Anblick ein wenig verwirrend macht.

Verwirrende Automatik mit dem Bodensensor

Ruft man die Automatik auf, findet man zum Glück alles in deutsch vor. Es wird der Batteriezustand angezeigt, die Temperatur und wieder die Luftfeuchtigkeit. Darunter lässt sich die automatische Steuerung einrichten.

Hier hat man die Wahl, sich bei der Automatisierung nach der Temperatur oder der Feuchtigkeit zu richten. Die Temperatur macht für mich wenig Sinn, daher beschränke ich mich auf die Feuchtigkeit.

Hierzu kann ausgewählt werden, welcher Wert an Feuchtigkeit unterschritten werden muss, um die Bewässerung auszulösen. Dann lässt sich auswählen, wann sie wieder ausgeschaltet wird. Entweder nach einer bestimmten Zeit, einer bestimmten Menge an Wasser oder wenn die Bodenfeuchtigkeit einen bestimmten Wert wieder überschreitet.

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So ganz funktioniert das allerdings nicht, denn das Feld “Dauer” kann gar nicht deaktiviert werden und ohne eine eingegebene Zeit, wird jeder weitere Schritt mit einer Fehlermeldung quittiert, bis dort irgendeine Zeit eingegeben wurde.

Ebenso etwas verwirrend ist, dass es keine Speicherfunktion gibt. Die erfolgt immer nur dann, wenn die automatische Bewässerung aktiviert oder deaktiviert wird.

Hat man also bereits eine Automatik eingerichtet und möchte anschließend etwas daran ändern, darf man keinesfalls einfach zurück gehen, sondern muss die Automatik einmal deaktivieren und dann wieder aktivieren. Nur so werden die Veränderungen auch übernommen.

Der Royal Gardineer BWC-620 im praktischen Test

Hat man sich mit etwas Mühe durch die (noch) nicht ganz gelungene App gewurschtelt, kann es endlich an die Praxis gehen. Die Montage sollte dabei niemanden vor ein besonderes Problem stellen.

In meinem Fall verwende ich die vier smarten Bewässerungsventile für vier Wasserkreisläufe. Drei davon sind mit Versenkregnern verbunden und der vierte mit einer Tropfberegnung zweier Beete, einigen Pflanztöpfen und dem Gewächshaus. Die Bodensensoren habe ich passend dazu platziert.

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Die Feuchtigkeitssensoren

Hierbei fällt bereits auf, dass sich die Sensoren nicht zu weit weg befinden sollten. denn dann gibt es keine Verbindung mehr. Aber selbst wenn sie in der Nähe sind, ist eine aktive Verbindung offensichtlich glück oder Zufall.

Egal wann ich in die App gesehen habe, wenigstens ein Sensor war immer nicht verbunden und während ich hier schreibe habe ich in die App gesehen – 3 von 4 Sensoren sind offline.

Vielleicht liegt das an einem Problem, welches ich gerade erst festgestellt habe. Um meinen Testbericht zu schreiben, habe ich einen Sensor ins Büro geholt, geöffnet und musste leider feststellen, dass er offensichtlich nicht dicht ist.

Auf den Batterien sind Tropfen zu sehen und an ein batteriekontakt ist bereits rostig. Ich denke, das sollte so nicht sein.

Die Bewässerungscomputer

Aber zurück zu den Bewässerungscomputern BWC-620. Diese benötigen, wie eingangs bereits erwähnt, etwas Platz und mit vier an einem Verteiler wird es etwas knifflig. Aber ein wenig verdreht passen alle nebeneinander.

In meinem Fall ist es sogar praktisch, dass sie leicht verdreht montiert wurden, so zeigen die Solarflächen besser in Richtung Süden. Und egal wie das Wetter auch ist, die Akkus zeigen fast ausschließlich 100 % an. Das ist top.

Die Beregnung erfolgt bei mir manuell, auch wenn es sich um automatische Bewässerungscomputer handelt. Ich habe halt den Vorteil, dass ich zuhause arbeite und wenn ich früh meinen Kaffee draußen trinke, kann ich die Beregnung manuell steuern.

So ganz verzichte ich aber nicht auf die Vorzüge der Bewässerungscomputer. Sie sind so programmiert, dass zwei nach dem Starten eine halbe Stunde laufen und zwei nur 15 Minuten. Die Bewässerung der Beete erfolgt dabei automatisch nach dem Bodensensor.

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Zusätzlich nutze ich die Sprachsteuerung und sage nur “Alexa, Wasser 2 an.” Nach 30 Minuten schaltet das Ventil wieder ab und der Versenkregner verschwindet Boden. Oder ich sage “Alexa, Wasser marsch.” und eine Routine steuert alle Ventile nacheinander an.

All das funktioniert wirklich super und es gab bisher keine Ausfälle. Dasselbe würde also auch ebenso mit der Beregnung nach Zeitplan funktionieren.

Bei der Bewässerung der Beete bin ich ein wenig gespalten. Sofern der Sensor seine Verbindung zum Royal Gardineer BWC-620 hat, klappt auch das super. Nur steht Verbindung eben nicht konstant.

Fazit Royal Gardineer BWC-620 Test

Technisch gesehen finde ich die Royal Gardineer Bewässerungscomputer mit dem integrierten Solarpanel absolut super. Sie arbeiten sehr zuverlässig, reagieren sofort auf die Sprachbefehle über Alexa und das Solarpanel macht Batterien überflüssig.

Die App hat allerdings noch Potential, bräuchte eine deutsche Variante und muss an einigen Punkten noch nachgebessert werden.

Was mir leider nicht gefallen hat, sind die Bodensensoren. Die Bluetooth-Verbindung steht nicht stabil und zumindest ein Modell war im Test nicht wasserdicht. Also lieber auf ein Set ohne Sensoren setzen.

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Riccardo Düring

Als gelernter Facharbeiter für Zerspanungsmechanik, Hausbauer und ambitionierter Heimwerker, habe ich als Ausgleich viel Zeit im Internet verbracht, Bosch bei der Moderation seiner Heimwerker-Community unterstützt, ein Bautagebuch geführt und meinen Heimwerker-Blog veröffentlicht.
Heimwerker.de erkannte meine Talente und holte mich als Redakteur für Fachbeiträge und Testberichte ins Boot. Nach und nach wurde Heimwerker.de schließlich zu meinem Baby, um das ich mich liebevoll gekümmert habe.  Aber Babys werden groß und gehen ihre eigenen Wege. So wie ich jetzt als freier Redakteur (hauptsächlich) für Testberichte.