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Mova LiDAX Ultra 1000 Test

Mova Lidax Ultra 1000 Test

Mova LiDAX Ultra 1000 Test: Vor einiger Zeit habe ich den Dreame A1 getestet und ich denke jeder weiß, dass Mova von Dreame abstammt. Das ist dem Mova LiDAX Ultra auch ganz klar anzusehen.

Ein paar optische Änderungen gibt es – die zusätzliche Kamera beispielsweise – natürlich, aber die Urform ist nach wie vor zu erkennen.

Technische Daten Mova Lidax Ultra 1000

Schnittleistung1200 m²
Schnittbreite20 cm
VerbindungBluetooth /WiFi
einstellbare Schnitthöhe30 – 100 mm
max. Steigung45 % (24°)
Abmessungen666 x 444 x 273 mm
Gewicht13,8 kg
SchutzartIPX6
SensorenRegensensor
Hebe/Neigesensor
360 °Lidar 3D-Sensor + KI-Vision
SchnitttechnologieRotorscheibe mit 3 beweglichen Messern
InstallationszubehörLadestation
8 Befestigungsschrauben
9 Ersatzklingen

Optik und der erste Eindruck

Ein Dreamy in matt? Klar ist die Herkunft bekannt aber lassen wir das mal außen vor. Ich finde es gut, dass sich nicht viel an der Form verändert hat, denn ich fand auch schon den Dreame A1 sehr ansehnlich.

Der Mova LiDAX Ultra 1000 zeigt sich dagegen in einem matten Grau mit kleinen farbigen Tupfern. Also gegen das Design kann ich absolut nichts sagen – es gefällt.

Auffällig sind die kleinen roten Gummiteile an den Seiten, die den möglichen Kontakt etwas dämpfen und vielleicht auch den ein oder anderen Kratzer vermeiden. Wie sehr das in der Größe wirklich hilft, bleibt abzuwarten.

Verbessert wurden auf jeden Fall die Antriebsräder, die ein deutlich aggressiveres Profil besitzen. Die machen Sinn. Wie sicherlich auch die Kamera, die der Objekterkennung dient.

Einfach genial finde ich nach wie vor das Heck, das mich irgendwie an einen Porsche erinnert. Da ist es schon schade, dass der rote Streifen nicht leuchtet. Aber da gibt es ganz sicher wieder Bastler…. 🙂

Von Unten hat sich auf den ersten Blick nichts geändert. Neu ist jedoch, dass der Mova LiDAX Ultra 1000 in der Lage ist, sein Mähwerk seitlich zu verschieben, was den Randschnitt verringert.

Gut gefällt mir, dass nicht die Klingen zum Einsatz kommen, die sich werkzeuglos wechseln lassen. Das System ist zwar ganz ok, aber dadurch war man gezwungen, die teuren Klingen des Herstellers zu nutzen.

Das Bedienfeld zeigt sich wieder gewohnt und ehrlich gesagt, muss daran auch nichts geändert werden. Das hat beim Dreame super funktioniert und ich konnte nichts nachteiliges feststellen.

Installation des Mova LiDAX Ultra

Den Punkt Aufbau kann man getrost weglassen, denn abgesehen davon, dass die Ladestation zusammengesteckt und mit den typischen Schrauben im Erdreich gesichert werden muss, gibt es nicht viel zu beachten.

Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass auf dem 360° 3D-LIDAR eine Schutzkappe steckt, die natürlich entfernt werden muss.

Auch zur Anmeldung in der MOVAhome-App gibt es wenig zu sagen. App installieren, registrieren, Gerät hinzufügen, QR-Code am Mähroboter scannen, WLAN-Daten eingeben und schon ist alles erledigt. Das geht ausgesprochen fix.

Ist das alles erledigt und steht die Ladestation an ihren auserwählten Platz, kann es endlich richtig losgehen. Dazu meldet sich die App mit dem Hinweis, dass es keine Karte gibt und diese erstellt werden muss.

Das wird akzeptiert und dann bewegt er sich. Der Mova LiDAX Ultra 1000 verlässt seine Ladestation, kreiselt auf der Stelle, um sich zu positionieren und wartet dann auf weitere Eingaben.

Zur Kartenerstellung steuert man den Robi an eine Randstelle, setzt einen Startpunkt und umrundet einmal die Rasenfläche. Wird der Ausgangspunkt wieder erreicht, meldet sich die App von allein, man schließt die Kartierung ab und schon ist die Karte fertiggestellt.

Bei Bedarf können mit gleicher Vorgehensweise mehrere Flächen oder auch Sperrzonen angelegt werden. Darin unterscheiden sich die Apps verschiedener Hersteller kaum noch.

Nicht ganz so ähnlich sind die Apps wenn es darum geht, die Karte zu bearbeiten. Da erlaubt Mova einiges. Die Zonen lassen sich teilen, verknüpfen, es können Sperrlinien eingefügt und sogar Muster in den Rasen gemäht werden. Grenzen gibt es kaum noch

Möglichkeiten der App MOVAhome

Würde ich jetzt aufzählen, was alles in der App möglich ist, würde das sicher den Rahmen sprengen. Allein das Bild nach diesem Absatz zeigt Screenshots, die nur unter dem Punkt “Einstellungen” entstanden sind. Und da passt nicht mal alles drauf.

Ein paar interessante Punkte möchte ich hervorheben:

  • Zugängliche Zone – Es gibt Bereiche, in denen höhere Planzen über den Mähbereich hängen, diesen aber eigentlich gar nicht stören. Damit auch diese Bereiche gemäht werden, kann man diese markieren.
  • Aufladen – Man kann selbst festlegen, bei wie viel Prozent der Mähroboter seine Arbeit zum Laden unterbricht und wann er seine Arbeit wieder fortsetzt. Ebenso lässt sich festlegen, wann der Akku geladen wird. Beispielsweise, wenn ein Balkonkraftwerk genutzt wird oder es zeitabhängige Tarife gibt.
  • Fotos – Erkennt der LiDAX Ultra Hindernisse, kann er davon Bilder machen. Aus Datenschutzgründen muss diese Funktion extra bestätigt werden.
  • Menschlicher Erkennungsalarm – Im Garten sollte aktuell niemand sein und doch wird eine Person erkannt? Dann schlägt der Robi Alarm

Des Weiteren gibt es natürlich einen erstellbaren Wochenplan, der sogar nach Frühling/Sommer und Herbst/Winter unterteilt werden kann. Dazu noch eine 3D-Ansicht der Karte und eine Fahrt nach Kameraansicht ist möglich.

Mäheinstellungen des Mova LiDAX Ultra

Interessant wird es bei den Mäheinstellungen, die man unterschiedlich einstellen kann. Entweder generell für alles oder unterschiedlich für jede angelegte Zone. Die Möglichkeiten sind dabei identisch.

  • Standard oder effizient – Standard mäht in angepasster Geschwindigkeit und mit geringem Versatz etwa 800 m² am Tag. Effizient ist etwas flotter unterwegs, nicht mehr ganz so genau, schafft aber bis zu 1200 m² am Tag.
  • Mähhöhe – Möglich ist eine Einstellung von 3 bis 10 cm
  • Mährichtung – wer möchte kann festlegen in welchem Winkel gemäht wird und diesen exakt an Kanten des Garten ausrichten. Die Mährichtung kann aber auch bei jedem Durchgang wechseln.
  • Automatisches Randmähen – Sollte immer nach dem Mähen erfolgen, kann aber deaktiviert werden.
  • Sicheres Randmähen – Erhöht den Abstand zum Rand.
  • UltraTrim 1.0 – Das Messer fährt näher an den Rand und senkt sich auf eine Mähhöhe von 3 cm.
  • Hindernisvermeidung an Kanten – Das ist wichtig! Hindernisse werden mit einem größeren Abstand umfahren. Steht hinter dem Mähbereich ein großes Hindernis, würde der Robi nicht bis an den Rand fahren. Damit er das dennoch macht, muss die Funktion deaktiviert werden.
  • Lidar Hinderniserkennung – Die Kamera erkennt hohe Hindernisse und umfährt. Bei hohem Gras sollte das deaktiviert werden.
  • Hindernishöhe – Hier kann festgelegt werden, ab welcher Größe Hindernisse als solche eingestuft werden.
  • AI-Hinderniserkennung – Der Mova LiDAX Ultra 1000 kann erkennen, um was es sich bei dem Hindernis handelt. Menschen, Tiere und Gartenschläuche lassen sich einzeln aktivieren oder deaktivieren.
  • Abstand zur Hindernisvermeidung – Hindernisse können mit 10, 15 oder 20 cm umfahren werden.

Der Mova LiDAX Ultra 1000 im praktischen Test

Jetzt geht es endlich ans Mähen, was ehrlich gesagt ziemlich unspektakulär ist. Ich starte den Mähvorgang immer manuell, ich arbeite aber auch zu Hause und kann so sehen, was der Robi macht. Ein automatischer Start würde am Vorgang selbst aber auch nichts ändern.

Der Mova LiDAX Ultra 1000 verlässt seine Station, wartet kurz für den Satellitenempfang, dreht sich einmal um sich nach Kamera zu positionieren und nimmt dann seine Arbeit auf.

Hat man vorher einen gewünschten Mähwinkel eingegeben, fährt er genau nach diesem die Fläche ab und umrundet anschließend alles für den Randschnitt. Auffälligkeiten gibt es dabei keine und er hält sich sehr exakt an sein Karte.

So exakt, dass er wirklich bis an den Rand fährt. Nur Ecken mit einem höher stehenden Rand sollte man bei der Kartierung ein wenig größer ausfahren, sonst kann es zu ein paar Schleifspuren kommen.

Ebenso zuverlässig arbeitet der Antrieb, der zumindest auf meinem Grundstück keinerlei Probleme hatte. In einer etwas sandigen Kuhle hatten die Räder zwar etwas Probleme aber nie war meine Hilfe nötig.

Was mir nicht ganz so gefällt, ist der UltraTrimm. Es ist zwar praktisch, dass das Mähwerk seitlich verschoben wird und näher an den Rand kommt, aber leider ist das mit einer Schnitthöhe von 3 cm kombiniert, die sich leider nicht anpassen lässt.

Fast perfekte Hinderniserkennung

Zu meinen wichtigsten Tests gehört die Hinderniserkennung, die heute bei jedem Mähroboter funktionieren sollte. Schließlich sollte weder Mensch noch Tier gefährdet sein.

Hier reagiert der Mova LiDAX Ultra 1000 unterschiedlich und leider noch nicht ganz perfekt. Er könnte es aber, wenn die Software entsprechend noch angepasst wird.

https://youtu.be/r5C6qnLq4cI

Der erste Test mit einem Ball funktioniert super und sicher wird dieser umfahren. Dasselbe gilt für den Kinderfuß (Testobjekt) und fast schon faszinierend ist, wie am Gartenschlauch entlang gefahren wird.

Nur der kleine braune Maulwurf (oder was das ist), der einen kleinen Igel simulieren soll, wird leider nicht erkannt. An der Auflösung der Kamera kann es nicht liegen, denn selbst eine dünne Katzenleine wird als Gartenschlauch erkannt.

Interessant ist die Hinderniserkennung innerhalb der App, welche erkannte Hindernisse markiert. Ein Klick auf das angezeigte Symbol (Mensch, Tier oder Gartenschlauch) und das passende Foto dazu wird angezeigt.

Fazit Mova LiDAX Ultra 1000

Mova ist bei den Mährobotern kein Einsteiger sondern bringt eine Vorgeschichte mit, die sich Dreame nennt. Das ist dem Mova LiDAX Ultra 1000 ganz klar anzumerken. Ein Problem ist das jedoch nicht, sondern vielmehr eine ideale Basis.

Optisch gibt es kaum Unterschiede und der LiDAX ähnelt sehr dem Dreame A1 beziehungsweise dem A2 sehr. Interessanter sind da die inneren Werte, die vor allem auf optische Überwachung und KI setzen.

Das geht so weit, dass der Mova LiDAX Ultra 1000 auf Patrouille geschickt werden kann und bei Personenerkennung alarmiert. Ob man das wirklich benötigt, ist eine andere Frage.

Sinnvoller ist da eher die Hinderniserkennung, der ziemlich gut funktioniert. Souverän werden Bälle, Gartenschläuche, Menschen oder Katzen erkannt und umfahren. Ein kleines Plüschtier (Igel-Simulation) wurde allerdings nicht gesehen.

An der Mäharbeit gibt es beim Mova LiDAX Ultra 1000 nicht zu kritisieren. Ruhig zieht er seine vorgegebenen Bahnen, blieb im Test nie stecken und schneidet auch die Kanten zuverlässig sowie exakt.

Die Funktion UltraTrim™ 1.0 gefällt dabei allerdings nur zum Teil. Dass die Messerscheibe seitlich verfahren wird und somit an den Kanten kaum noch Nacharbeit nötig ist, ist wirklich super. Nur leider senkt sich die Schnitthöhe dabei auch auf 3 cm, was nicht veränderbar ist.

Insgesamt hinterlässt der Mova LiDAX Ultra 1000 damit einen sehr guten Eindruck. Er arbeitet zuverlässig, fährt sehr exakt an Kanten, erkennt sehr viele Hindernisse und die App bietet extrem viele Einstellungsmöglichkeiten.

Mova Lidax Ultra 1000 Testsiegel
Riccardo Düring

Als gelernter Facharbeiter für Zerspanungsmechanik, Hausbauer und ambitionierter Heimwerker, habe ich als Ausgleich viel Zeit im Internet verbracht, Bosch bei der Moderation seiner Heimwerker-Community unterstützt, ein Bautagebuch geführt und meinen Heimwerker-Blog veröffentlicht.
Heimwerker.de erkannte meine Talente und holte mich als Redakteur für Fachbeiträge und Testberichte ins Boot. Nach und nach wurde Heimwerker.de schließlich zu meinem Baby, um das ich mich liebevoll gekümmert habe.  Aber Babys werden groß und gehen ihre eigenen Wege. So wie ich jetzt als freier Redakteur (hauptsächlich) für Testberichte.