Litheli FrozenPack Test: Was genau ist der/die/das FrozenPack von Litheli? Litheli selbst sagt, es ist ein Auto-Kühlschrank im Rucksackformat. Das heißt, es ist fürs Auto geeignet und kann ebenso auf Wanderungen genutzt werden.
Vermutlich ausgehend von einer Kühlbox wird auf Facebook oft “die FrozenPack” geschrieben. Ich finde das klingt etwas komisch und halte mich daher an die Internetseite von Litheli, wo es “der FrozenPack” heißt.
Technische Daten Litheli FrozenPack
| Kühlvolumen | 16 Liter (Anleitung) 18 Liter (Energielabel) 20 Liter (Internetseite) |
| Energieversorgung | Li-Ion Akku 18 V 12/24 Volt KFZ-Bordnetz |
| Temperatureinstellung | 20 bis -20 °C |
| Leistungsaufnahme | 55 Watt |
| Abmessungen | 470 x 300 x 430mm |
| Gewicht | 10,5 kg (Anleitung) 15,0 kg (Internetseite) 9,7 kg (leer ohne Akku) |
| Geräuschpegel | 35 dB (Anleitung) 48 dB (Energielabel) 41 dB (gemessen 40 cm Abstand) |
| Lieferumfang | KFZ- Anschlusskabel Trageriemen Akkus je nach Kaufmodell |
Irgendwie sollte Litheli das mit den technischen Daten nochmal üben. Während der FrozenPack im Internet ein Fassungsvermögen von 20 Liter hat, sind es auf dem Energielabel 18 Liter und in der Bedienungsanleitung nur 16 Liter. Und während er in der Anleitung 10,5 kg wiegt, sind es auf der Herstellerseite 15 kg.
Gewogen habe ich 9,7 kg ohne Zubehör und 10,4 kg mit Trageriemen und KFZ-Kabel. Ich gehe daher davon aus, dass die Online-Angabe die Verpackung mit einbezieht und die Bedienungsanleitung den fertig bestückten FrozenPack mit Tragegurt.
Der erste Eindruck und Funktionen
In erster Linie ist der FrozenPack eine Kühlbox – egal ob für Auto oder Rücken. Und Kühlboxen müssen nicht unbedingt schön sein. Trotzdem kann man mit gutem Gewissen sagen, dass der FrozenPack keinesfalls langweilig aussieht. Er hat schon etwas ansprechendes.
Ausgestattet ist er an den Seiten mit zwei Taschen, wobei in einer Tasche die Akku-Halterung untergebracht ist. Der restliche Platz beider Taschen eignet sich wunderbar, um noch drei Ersatz-Akkus oder zwei Ersatz-Akku und das KFZ-Anschlusskabel unterzubringen.
An der Front befindet sich das Bedienfeld des FrozenPacks, welches eine LED-Segmentanzeige für die ausgewählte und aktuelle Temperatur besitzt. Weiß leuchtend ist sie jederzeit gut zu sehen.
An Tasten gibt es die Power-Taste, die zum An- oder Ausschalten etwas länger gedrückt werden muss. Dazu +/- Tasten zum Einstellen der Temperatur und eine Modus-Taste, um zwischen Eco und Max zu wechseln.
Viel mehr gibt zu den Funktionen nicht zu sagen – viel mehr bedarf es auch nicht. Alles ist leicht und vor allem auch intuitiv bedienbar.
Litheli FrozenPack im Leistungstest
Der beginnt für mich mit einer kleinen Panne für Litheli. Aktuell haben wir super Wetter und 30 °C im Schatten. Im Haus ist es etwas kühler, aber dass der FrozenPack direkt nach dem Einschalten 21 °C anzeigt, kann auch nicht stimmen.
Also habe ich das Infrarot-Thermometer rausgeholt und das zeigt innen und außen am FrozenPack etwa 26 °C an. Das passt dann auch zum Raumthermometer im Büro. Das heißt, die Temperaturanzeige liegt um etwa 5 °C daneben.
Das würde dann ebenso bedeutet, dass die versprochenen -20 °C gar nicht erreicht werden können, da sich die Automatik bei -20 °C einpegeln wird, es dann aber tatsächlich nur -15 °C sind. Das ist nicht so schön.
Aber ok, Litheli nennt es zwar FrozenPack aber will man damit tatsächlich den Gefrierschrank ersetzen? Maximal gefrorene Lebensmittel aus dem Urlaub wieder mit nach Hause oder Eis mit an den Strand nehmen und dafür reichen auch -15 °C.
In 15 Minuten von 25 °C auf 0 °C?
Wichtiger ist mir, wie schnell die Temperatur erreicht wird. Der Hersteller verspricht von 25 °C auf 0 °C soll es nur 15 Minuten dauern und da wir gerade 26 °C haben passt das ganz gut. Allerdings werde ich -5 °C einstellen, um wirklich bei 0 °C zu landen.
Nach 15 Minuten zeigt mir das Display -2 °C an, was dann etwa 3 °C entsprechen sollte und meine Kontrolle mit dem Infrarot-Thermometer bestätigt das auch im mittleren Bereich. Stellenweise ist es etwas kühler und stellenweise etwas wärmer.
Damit wird das Versprechen nicht ganz gehalten aber fast, was auch plausibel ist. Angegeben werden natürlich Optimalwerte und in kühlerer Umgebung hätte es wahrscheinlich gepasst. Damit bin ich absolut zufrieden. Der Akku zeigt nach diesem Test übrigens einen Balken weniger an.
Wie kalt wird es wirklich?
Und da wir gerade dabei sind, drehen wir weiter runter auf -20 °C und lassen den FrozenPack weiter kühlen, während ich etwas Essen gehe….. 2 Stunden später….
Zwischendurch musste ich leider den Akku wechseln. Mit der Max-Funktion auf – 20 °C zu gehen, kostet offenbar einiges an Energie. Dummer Weise hatte ich aber auch nur einen 2 Ah Akku genommen.
Aber jetzt steht es bereits eine Weile laut Anzeige bei – 20 °C und ich zücke wieder das Thermometer. Das zeigt je nach Messstelle zwischen -10 und -20 °C an. Da gibt es also reichlich Spielraum innerhalb der Box, aber im Schnitt kommen wir auf die bereits vermuteten -15 °C.
Wie lange hält der Akku?
Die wohl wichtigste Frage ist, wie lange man seine Lebensmittel mit einer Akku-Ladung kühlen kann. Tagsüber spielt das wahrscheinlich keine so große Rolle, da man jederzeit den Akku wechseln und schneller laden als verbrauchen kann.
Wichtiger ist daher, die Frage, ob man denn auch in Ruhe durchschlafen kann. Also einen vollen Akku rein, Kühlschranktemperatur von 6 °C (bzw. 1 °C wegen Temperaturdifferenz) eingestellt und laufen lassen bis der Akku leer ist.
Damit ich nicht die gesamte Zeit daneben stehen muss, verwende ich die Ultra Akkus von Litheli mit Bluetooth und kann da immer mal reinsehen, wie viel Prozent der Akku noch hat.
Eingesteckt wurde der Akku exakt 22.00 Uhr, 23:41 Uhr zeigte er noch immer 99 % an und zum morgentlichen Kaffee 7:00 Uhr waren es noch 39 %. Laut App war um 9:26 Uhr Schluss.
So ganz scheinen die Angaben der App zum Akku-Status also nicht zu stimmen aber darum geht es schließlich nicht. Fakt ist, der Akku hat zu reinen Temperaturhaltung 11:26 Stunden durchgehalten und das ist schon beachtlich.
Der Litheli FrozenPack im praktischen Test
Meistens kommt es anders als man denkt. Der Litheli FrozenPack kam wirklich passend zum Test. Geplant war eine Woche Urlaub an der Ostsee und eine Woche später stand der Urlaub meiner Tochter an. In beiden Fällen hatten wir uns auf kühle Getränke am Meer bzw. See gefreut.
In beiden Fällen kam die kühle Flüssigkeit allerdings von oben und zumindest beim Strandgang war der FrozenPack nicht dabei. Trotzdem war er mit im Urlaub und auch praktisch.
Wir suchen uns immer Urlaubshäuser bei Selbstverpflegung und irgendwie müssen die gekauften aber nicht verbrauchten Lebensmittel wieder nach Hause. Dazu kam noch frischer Ostsee-Fisch, den wir für die Schwiegereltern mitgebracht haben.
Ohne Kühlung möchte man das nicht transportieren und genau dafür haben wir den FrozenPack genutzt, was auch wunderbar funktioniert hat. Die Fahrt war nicht ganz so lang und somit kam die Energieversorgung aus dem Akku.
Der Litheli FrozenPack im Urlaub
Auch beim Urlaub meiner Tochter, die mit drei Freunden im Süden Deutschlands unterwegs war, war der FrozenPack mit dabei. Bei den jungen Leuten sicher mehr für Getränke. 🙂 Das Fazit haben sie selbst verfasst:
Als wir in den Urlaub fuhren, hatten wir den Litheli FrozenPack dabei. Er war perfekt für längere Fahrten – das kompakte Design ermöglicht eine einfache Platzierung auf der Rücksitzbank, ohne dabei den Sitzkomfort der beiden Mitfahrer einzuschränken.
Tom Schmidt
Dank des Kfz-Steckers ließ sich der Litheli FrozenPack ganz einfach über das Auto mit Strom versorgen – zusätzliche Litheli-Akkus waren nicht nötig. Er nahm zwar nicht viel Raum ein, dennoch bot er genug Stauraum, um unser Essen und Trinken kühl zu halten.
Allerdings bringt der Litheli FrozenPack ein gewisses Gewicht mit, was ihn bei längeren Wegen oder Wanderungen auf Dauer spürbar belastend macht.
Mein Fazit: Für Autofahrten, insbesondere längere, ist der Litheli Frozenpack eine tolle Lösung. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass er beim Grillen oder Campen sehr praktisch ist, um Lebensmittel kühl zu halten. Für Wanderungen hingegen ist er aufgrund seines Gewichts nicht so gut geeignet.
Party mit dem FrozenPack
Ok, Party ist sicher übertrieben, dafür reicht das Platzangebot dann doch nicht. Aber wir sind viel im Garten und grillen oft – auch wenn es nur mal eine Grillwurst ins Brötchen gibt. Ein paar Getränke gehören dann natürlich auch dazu.
Genau dann ist der FrozenPack ausgesprochen praktisch. Der große Kühlschrank in meiner Werkstatt hat eine konstante Temperatur und ist aufgrund seiner Größe sehr träge. Auf Dauer ist das gut, aber möchte man Getränke schnell kühlen eher unpraktisch.
Dann greife ich zum FrozenPack, Boost an und die Temperatur ganz runter gedreht. So können Getränke schnell gekühlt werden. Der Boost saugt zwar die Akkus aus, aber die werden anschließend über Solarenergie in der Litheli Powerstation geladen – kostet also nichts.
Wandern mit einem Kühlschrank auf dem Rücken
Fakt ist, ich werde sicher niemals mit dem Litheli FrozenPack auf Wanderschaft gehen. Das passt einfach nicht in meinen typischen Urlaub.
Ich stelle es mir aber praktisch vor, wenn 5-6 Leute gemeinsam campen, einer trägt den FrozenPack, die anderen die Ausrüstung, Akkus werden über Solar geladen…. Ja das passt schon, nur eben nicht zu mir.
Nur fürs Foto habe ich daher den Tragegurt angebracht und mir den FrozenPack auf den Rücken geschnallt. Bequem ist es allerdings nur mittelmäßig. Bereits der leere FrozenPack wiegt ordentlich und der Schwerpunkt liegt weit hinten.
Aber wie schon gesagt, campen mehrere Personen zusammen und teilen sich die Lasten, ist das um Längen besser, als lange Arme beim Tragen einer typischen Kühlbox zu bekommen.
Fazit Litheli FrozenPack Test
Auch wenn Litheli viel wert auf die Tragemöglichkeit legt und genau darum den FrozenPack wahrscheinlich auch “Pack” nennt, sehe ich darin eher die Kühlbox, die im Auto aber auch mobil mit Akku genutzt werden kann.
Diesen Job macht der FrozenPack echt super und ich bin erstaunt, wie lange so ein Akku durchhält. Bleibt der FrozenPack zu und wird als Kühlschrank genutzt, reicht ein Akku fast 12 Stunden durch.
Wird der FrozenPack regelmäßig geöffnet und auch mal etwas entnommen oder nachgelegt, kann sich die Zeit natürlich deutlich reduzieren. Aber genau dafür bietet er große Taschen, in denen bis zu drei Zusatz-Akkus Platz finden.
Ebenfalls etwas mehr Energie wird benötigt, wenn die Frostfunktion genutzt wird. Bis zu -20 °C soll es runter gehen. Stellenweise werden diese auch erreicht, allerdings misst das eingebaute Thermometer etwas weniger als es tatsächlich ist. Daher kommt man im Schnitt auf -15 °C – was aber absolut kalt genug ist.


Als gelernter Facharbeiter für Zerspanungsmechanik, Hausbauer und ambitionierter Heimwerker, habe ich als Ausgleich viel Zeit im Internet verbracht, Bosch bei der Moderation seiner Heimwerker-Community unterstützt, ein Bautagebuch geführt und meinen Heimwerker-Blog veröffentlicht.
Heimwerker.de erkannte meine Talente und holte mich als Redakteur für Fachbeiträge und Testberichte ins Boot. Nach und nach wurde Heimwerker.de schließlich zu meinem Baby, um das ich mich liebevoll gekümmert habe. Aber Babys werden groß und gehen ihre eigenen Wege. So wie ich jetzt als freier Redakteur (hauptsächlich) für Testberichte.

















