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Testprodukt behalten – richtig oder nicht?

Freier Redakteur und Produkttester

kostenloses Testprodukt behalten

Sind die Testprodukte meine Bezahlung?

Machen wir uns nichts vor, wer Testberichte schreiben möchte, geht auch davon aus, kostenlose Testprodukte zu erhalten. Das ist gar nicht schlimm. In erster Linie verdient ein Testberichter kein Geld mit seiner Tätigkeit. Er erarbeitet dem Hersteller des Produktes aber eine kostenlose Werbung, wofür der materielle Ausgleich kaum ins Gewicht fällt.

Je besser ein privater Blog läuft und je mehr Leser dieser hat, desto bereitwilliger sind Firmen auch, dem Tester kostenlose Testgeräte zur Verfügung zu stellen. Was anfänglich eine Testsuppe ist, kann bei guten Testberichten mit einer hohen Reichweite durchaus zu TV-Geräten und ähnlich teuren Sachen mutieren.

Den Leser fair über die Testgeräte informieren

Im Grunde geht es den Leser nichts an, wie die Testberichte entstehen und ob Testgeräte und Testprodukte gesponsert wurden. Er möchte einen guten Testbericht lesen und den sollte er auch erhalten.Dennoch solltet Ihr stets ehrlich sein (manche Sponsoren möchten das auch) und angeben, dass das Testprodukt „zur Verfügung gestellt“ wurde. Ob Ihr das Produkt nach dem Test behalten dürft oder nicht, geht den Leser dagegen nichts an. Ihr könnt diese Option allerdings offen lassen, um auch nachfolgende Fragen zum Produkt beantworten zu können. Ebenso kann ein späterer Langzeit angeboten werden, der nur möglich ist, wenn Ihr das Testprodukt behalten dürft.

Wenn der Sponsor kostenlose Testprodukte zurück möchte

Wie Firmen es mit Testgeräten und -produkten handhaben, ist sehr unterschiedlich und lässt sich auch kaum an Branchen festmachen. Es gibt Hersteller, die bieten kostenlose Testprodukte an und es gibt welche, die freuen sich über einen kostenlosen Testbericht und hätten das getestete Produkt anschließend gerne wieder.

„Kostenlose Testprodukte“ steht nicht für kostenlos und behalten, sondern für kostenlos zum Test zur Verfügung gestellt bekommen.

Ob Ihr Euch auf einen Testbericht einlasst, bei dem Ihr das Testprodukt nicht behalten dürft, ist letztendlich Eure Entscheidung. Ihr solltet dabei aber folgendes bedenken:

  • Ihr braucht Testprodukte um erfolgreich Testberichte schreiben zu können.
  • Unternehmen, die keine kostenlosen Testprodukte anbieten, machen das bei allen Testberichtern so und daher gibt es von diesen Produkten weniger Testberichte. Es ist also auch eine besondere Chance für euch.
  • Nach einem guten Testbericht können weitere folgen und gute Partnerschaften entstehen. Verlinkt euch der Hersteller auf seiner Seite, habt ihr weitaus mehr davon, als von einem kostenlosen Testprodukt.
  • Einige Hersteller sagen vorher, dass sie ihr Testprodukt gerne zurück hätten, entscheiden sich nach einem guten Testbericht aber um
  • Wer als Testberichter ein gutes Image haben möchte, testet in erster Linie nicht für Geld oder kostenlose Testprodukte.

Wichtig ist in erster Linie, dass ihr euch vorher überlegt, ob ihr kostenlos testet und dem Hersteller anbietet, dass er das Testprodukt zurück bekommt oder ob ihr es als „Lohn“ behalten möchtet.

Wann sollte ich kostenlose Testprodukte zurückgeben?

Wie bereits geschrieben, müsst ihr euch nicht auf kostenlose Testberichte einlassen, bei denen ihr das Testprodukt nicht behalten dürft. Es empfiehlt sich aber, auch solche Gelegenheiten für einen Testbericht zu nutzen. Dennoch solltet ihr dafür klare Regeln aufstellen.

  • Produkte die verarbeitet werden, können bei einem angewandten Produkttest nicht zurückgegeben werden.
  • Sind zum Test Installationsarbeiten am eigenen Wohneigentum nötig und bleiben Makel, wenn das Testprodukt wieder entfernt wird, solltet ihr darauf bestehen, das Testprodukt behalten zu dürfen oder den Test ablehnen.
  • Benötigt der Test weiteres Zubehör, welches ihr hinterher nicht verwenden könnt, sollte der Auftraggeber dieses Zubehör bereitstellen, die Kosten übernehmen oder euch das Testprodukt überlassen.

Bietet ihr an, Testprodukte nach dem Test zurückzugeben, sollten diese für euch keine Kosten oder einen Mehraufwand für Installationsarbeiten verursachen. Andernfalls solltet ihr auf das Behalten des Testproduktes bestehen, den Auftraggeber auf die Kosten hinweisen oder den Test ablehnen.


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