Kiwibit Beako Vogelfutterstation Test: Ja, uns wurde erneut ein Vogelhäuschen mit Kamera und KI zum Test angeboten. Offenbar scheint es aktuell ein reges Interesse daran zu geben, Vögel zu beobachten.
Um die Testberichte für euch interessanter zu machen, wurden die drei Vogelhäuschen ( 2 von Birdfy) von drei unterschiedlichen Personen getestet und somit gibt es auch drei verschiedene Sichtweisen und drei verschiedene Aufstellungsorte.
Was ist der Kiwibit Bird Feeder?
Die Überschrift zeigt bereits, dass es eine Angabe gibt, zu der wir uns nicht ganz schlüssig sind – der Name des Vogelhäuschens.
Auf der Seite des Herstellers heißt er “Kiwibit Vogelfutterhaus mit 2 4K-KI-Kameras und Solarpanel” und auf Amazon “Kiwibit Beako Smart Vogelfutterstation”. Warum hier der Name Beako auftaucht, wissen wir leider nicht.
Aber warum auch immer, es handelt sich um das identische Produkt und der Hersteller Kiwibit bleibt. Dennoch sollte man gerade bei Amazon ein wenig genauer hinsehen, denn hier können die Preise extrem variieren.
Zurück zur Frage, was genau das Kiwibit Vogelfutterhäuschen ist. Wie bereits der Name verrät, ist es ein Futterhäuschen für Vögel, das ist offensichtlich.
Dieses Vogelfutterfutterhäuschen ist jedoch zusätzlich mit einer Kamera ausgestattet. Genau genommen sind es zwei, die einen Betrachtungswinkel von 132° und Aufnahmen in 4K Ultra HD bieten. Das bei Tag ebenso wie bei Nacht.
Im Grunde genommen, sind das Überwachungskameras, die auf Bewegungen reagieren und dann ihre Aufnahmen machen. Überwacht werden aber nicht Einbrecher, sondern Vögel die sich am Futter bedienen.
Das alleine wäre sicher nichts Besonderes, aber dann kommt die KI ins Spiel. Die gleicht die Aufnahmen mit ihrer Datenbank ab und bestimmt daraus, um welche Vogelart es sich handelt. Das macht die Sache für Naturliebhaber interessant.
Eine sicher nette Sache dabei ist, dass im Dach des digitalen Vogelfutterhäuschens Solarpanele eingelassen sind. Diese laden den Akku und so kann alles frei von jeglicher Kabelanbindung angebaut werden.
Aufbau und Anbaumöglichkeiten
Frisch ausgepackt, gibt es doch erst einmal einiges an Einzelteilen und auch etliche Schrauben. Das kann für den ersten Moment verwirrend sein. Ist es letztendlich aber nicht und es wird auch nicht alles benötigt.
Die Kiwibit Beako Vogelfutterstation kann nämlich an der Wand befestigt, auf einen Holzstab gestellt oder mit einem Gurt um einen Baum gespannt werden. Für alle drei Varianten gibt es Befestigungsmöglichkeiten.
Hat man sich für eine Variante entschieden, sind es gar nicht mehr so viele Teile. Der Landeplatz für die Vögel wird mit vier Schrauben befestigt, der Akku eingesetzt, der Vorratsbehälter aufgesteckt und das Dach angeklickt. Das war es für den ersten Moment auch schon.
Ich habe mich für die Befestigung an einem Holzpfeiler entschieden, an dem sich bisher ein selbst gebautes Vogelhäuschen mit eingebauter Überwachungskamera befand. Die Entfernung war für eine stabile WLAN-Verbindung offenbar zu groß.
Bei dieser Art der Installation wird erst der Haltebügel an den Balken geschraubt und anschließend daran die Kiwibit Beako Vogelfutterstation gefestigt. Gut gefällt dabei, dass der Akku jederzeit zum manuellen Laden entnommen werden kann.
Futter auffüllen jederzeit möglich
Nun muss man bei einer Vogelfutterstation natürlich auch mal Futter auffüllen. Zumindest, wenn es regelmäßig besucht wird. Genau dafür wurde der Vorratsbehälter als separates und vor allem abnehmbares Teil gestaltet.
Um den Behälter abnehmen zu können, muss als erstes das Dach hochgeklappt werden. Damit das auch funktioniert, wenn das Kiwibit Beako Smart Vogelfutterstation an der Wand befestigt wurde, bietet der Haltewinkel einen entsprechenden Abstand.
Ist das Dach geöffnet (wofür einen extra Entriegelung gedrückt werden muss), kann der Vorratsbehälter nach oben abgezogen und wo man möchte, befüllt werden.
Ein wichtiger Punkt dabei sind die Schieber an der Unterseite. Geschlossen verhindern sie, dass das Vogelfutter herausfällt. Und sofern sich noch Futter im Behälter befindet, sollten die Schieber bei der Abnahme verschlossen werden.
Von unserem verwendeten Vogelfutter passen etwa 630 g in den Behälter. Das ist schon einiges und sollte eine Weile reichen.
Frisch gefüllt kann der Futterbehälter wieder aufgesetzt, können die Schieber geöffnet und abschließend das Dach wieder heruntergeklappt werden. Alles sehr einfache Schritte, die schnell erledigt sind.
Die App von Kiwibit
Um die Aufnahmen der Kiwibit Beako Smart Vogelfutterstation sehen zu können, muss es natürlich auch App geben und diese nennt sich passender Weise Kiwibit. Sie ist in Google Play ebenso zu finden, wie im Apple App Store.
Installation der Kiwibit Vogelfutterstation
Zur Installation der App muss man sicher nichts sagen und auch die Verbindung mit der Vogelfutterstation ist denkbar einfach.
App installieren, einen Account anlegen, mit Mailadresse verifizieren, Cookies richtig deaktivieren, neues Gerät hinzufügen (wird automatisch erkannt), WLAN einrichten und den eventuell vorhandenen “Einlösecode” eingeben.
Funktionen der App
Die App Kiwibit zeigt sich im Test sehr aufgeräumt und übersichtlich. Der erste Tab öffnet die verbundenen Kameras bzw. Vogelfutterhäuser und hier lässt sich auch direkt auf die Kamera zugreifen.
Im zweiten Tab geht es zu den erkannten Vögeln, die auch als Vorschau angezeigt werden. Der dritte Tab listet alle Aufnahmen kalendarisch auf und im letzten gibt es die typischen Kontoeinstellungen mit der Anbindung an Alexa. Wozu auch immer?
Klickt man in der Vogelübersicht eine erkannte Vogelart an, werden alle Videos dazu aufgelistet und natürlich kann man sich diese anzeigen lassen. Alternativ gibt es den Link “Auf Wiki lernen” auf dem es einen kurzen Beitrag zum Vogel gibt.
Interessanter wird es, wenn man unter der Vogelübersicht auf “Sammlung” klickt. Hier öffnet sich eine Übersicht der bekannten und der erkannten Vogelarten. Wird jetzt eine Vogelart ausgewählt gibt es eine Menge an Informationen.
Insgesamt gefällt die App sehr gut, da sie übersichtlich ist und viel wissenswertes zu den Vogelarten bietet. Dazu lassen sich alle Videos herunterladen oder direkt über die bekannten Kanäle teilen.
Vogelerkennung und Bildqualität
Leider haben sich bisher noch nicht so viele Vogelarten hier blicken lassen. Erkannt wurden lediglich Blaumeise, Kohlmeise, Hausrotschwanz und Grünfink. Daher ist es schwer zu sagen, ob wirklich alle Arten erkannt werden.
Bei Blau- und Kohlmeise war ich allerdings skeptisch, da ich auf den ersten Blick keinen Unterschied gesehen habe. Nach etwas Recherche wusste aber auch ich worin der (kleine) Unterschied besteht und tatsächlich wurden diese richtig zugeordnet.
Lediglich einmal wurde ein Vogel als Pirol erkannt, der allerdings nicht annähernd einem Pirol ähnlich sah. Leider war ich zu schnell und habe angeklickt, dass die erkannte Vogelart nicht stimmt. Damit war der Eintrag auch schon weg.
Kiwibit verspricht für die Kiwibit Beako Smart Vogelfutterstation eine UHD-Auflösung, was 3840 x 2160 Pixel entspricht. Und tatsächlich hat ein heruntergeladenes Bild exakt diese Auflösung und die Bildqualität kann sich echt sehen lassen.
Etwas schade ist nur, dass die Tiefenschärfe sehr großzügig gehalten wurde. Das heißt, der Fokus liegt von sehr nah bis sehr weit. Das Nummernschild eines parkenden Autos ist auch in 10 m Entfernung noch klar zu erkennen.
Besser würde ich es finden, wenn der Fokus nur auf Nahaufnahmen liegen würde. Das Umfeld ist bei den Aufnahmen schließlich irrelevant.
Interessant beziehungsweise etwas schade finde ich, dass die beworbene Auflösung nur für Fotos und Live-Videos gilt. Video-Aufnahmen, werden nur mit 1920 x 1080 px (Full HD) erstellt. Also nicht in UHD.
KI-Nutzung ist nicht kostenlos
Der Preis… Ich muss zugeben, auch wenn ich das Konzept super finde und es wirklich toll ist, wäre ich nicht so schnell davon überzeugt, mir die Kiwibit Beako Smart Vogelfutterstation zu kaufen.
Die UVP des Herstellers liegt bei 269,99 USD (228,79 €). Dazu würde noch das KI-Abo kommen, für das monatlich 4,49 USD (3,80 €) fällig werden. Oder man entscheidet sich gleich für ein lebenslanges Abo und bezahlt 351,99 USD (298,27 €).
Das ist schon ein ordentlicher Preis und ich weiß nicht, ob dieser gerechtfertigt ist. Die verbaute Kamera ist wirklich gut, dagegen lässt sich nichts sagen, aber auch Überwachungskameras mit ähnlicher Auflösung sind günstiger zu bekommen.
Man sollte beim Kauf daher auf Preisschwankung achten und im richtigen Moment zuschlagen. Auf der Herstellerseite kostet die Kiwibit Beako Smart Vogelfutterstation aktuell nämlich nur 152,52 € bzw. 194,89 €. Das ist angemessen.
Fazit Kiwibit Beako Vogelfutterstation
Auch wenn das Werbeversprechen der 4K-Kameras (UHD) nur technisch stimmt und die Videoaufzeichnungen lediglich in FHD erstellt werden, begeistert die Kiwibit Beako Smart Vogelfutterstation.
Es ist nicht nur toll, den Vögeln Futter zu spenden, sondern auch super diese dabei zu beobachten, wie sie sich am Futter bedienen.
Einen besonderen Vorteil bietet dabei die KI, die die Vogelarten sehr gut erkennt und sortiert. Auf Wunsch lassen dazu weitere Informationen zu den Vogelarten abrufen.
Was nicht ganz so gut gefällt, ist der Preis. Dieser liegt auf Amazon aktuell bei 239,99 €. Soll auch eine lebenslange KI-Erkennung enthalten sein, werden bereits 269,99 € fällig. Das ist schon ein teurer Spaß.


Als gelernter Facharbeiter für Zerspanungsmechanik, Hausbauer und ambitionierter Heimwerker, habe ich als Ausgleich viel Zeit im Internet verbracht, Bosch bei der Moderation seiner Heimwerker-Community unterstützt, ein Bautagebuch geführt und meinen Heimwerker-Blog veröffentlicht.
Heimwerker.de erkannte meine Talente und holte mich als Redakteur für Fachbeiträge und Testberichte ins Boot. Nach und nach wurde Heimwerker.de schließlich zu meinem Baby, um das ich mich liebevoll gekümmert habe. Aber Babys werden groß und gehen ihre eigenen Wege. So wie ich jetzt als freier Redakteur (hauptsächlich) für Testberichte.





















