Die Jimmy R9 Osmoseanlage im Test: sie verspricht gefiltertes, perfekt temperiertes Wasser auf Knopfdruck. Doch wie schlägt sich das stylische Gerät im echten Alltag?
Ich habe die Anlage über längere Zeit getestet, die Wasserqualität per Teststreifen analysiert und die Filterkosten genau unter die Lupe genommen. Hier erfährst du, ob sich das Upgrade für deine Küche wirklich lohnt.
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Unboxing: Transportschäden nahezu unmöglich
Der erste Eindruck beim Auspacken? Wer Angst vor Transportschäden hat, kann hier ganz beruhigt aufatmen. Die Anlage kommt in einer Art Sicherheits-Kokon zu euch nach Hause – verpackt in einem stabilen Umkarton, in dem sich erst der eigentliche Hauptkarton befindet.
Ehrliches Urteil: Alles ist in einer extrem passgenauen Styroporschalung eingebettet. Jedes Bauteil hat seinen festen Platz, sodass auf dem Weg absolut nichts wackeln oder verkanten kann.
Positiv hervorzuheben ist zudem die Styroporschalung im Inneren. Jedes Teil, sogar der Stecker, ist einzeln geschützt. Transportschäden? Ausgeschlossen.
Lieferumfang der Jimmy R9 Osmoseanlage & Die ersten Schritte
Neben der Anlage selbst finden sich zwei Wasserbehälter im Paket. Das ist ein riesiger Pluspunkt, da man so immer flexibel bleibt.
Für die Einrichtung gibt es zwei Wege:
- Die klassische Methode: Ein ausführliches Handbuch für die Detailverliebten.
- Die moderne Methode: Eine Schnellstart-Anleitung mit einem QR-Code. Dieser führt zu einem Video, das Schritt für Schritt erklärt, wie man die Anlage in Betrieb nimmt. Perfekt für alle, die keine Lust auf Textwüsten haben.
Achtung: Geduld beim ersten Mal!
Ein wichtiger Punkt aus der Anleitung: Nach dem ersten Spülen von Tank und Behältern sollten diese 8 bis 12 Stunden offen stehen bleiben. Ignoriert diesen Hinweis bitte nicht!
Die neuen Kunststoffbehälter haben anfangs einen sehr ausgeprägten “chemischen” Geruch, der erst verfliegen muss. Danach werden die Filter mit der Vorwahl “98°C” einmal komplett durchgespült, und die Anlage ist bereit für den Einsatz.
Die Bedienung: Touch-Display und Komfort-Features der Jimmy R9 Osmoseanlage
Das Herzstück der Jimmy R9 ist das große LCD-Touchdisplay. Es zeigt dir nicht nur die aktuelle Wassertemperatur im Tank an, sondern auch den TDS-Wert. TDS steht für “Total Dissolved Solids” – also wie viele gelöste Stoffe sich im Wasser befinden.
Du siehst im direkten Vergleich den Wert des Rohwassers (Leitungswasser) und des gefilterten Reinwassers. Es ist fast schon befriedigend zu sehen, wie die Zahl nach unten purzelt!
Wasser marsch – so wie du es willst
Die Wasserabgabe ist denkbar einfach:
- Manuell: Hebel drücken zum Starten, Hebel drücken zum Stoppen.
- Automatik: Wähle aus 6 Milliliter-Angaben (z.B. für deine Lieblingstasse oder die Babyflasche). Die Anlage stoppt dann ganz von allein.
- Temperatur-Auswahl: Du hast die Wahl zwischen 6 Temperaturstufen. Praktisches Detail: Bei heißem Wasser leuchtet die LED an der Ausgabe rot, bei kaltem Wasser blau. Das sieht nicht nur schick aus, sondern verhindert auch böse Überraschungen.
Sicherheit für die Kleinen
Die Kindersicherung ist clever gelöst. Hält man das “60ml”-Symbol für 5 Sekunden gedrückt, ertönt ein Signal und der Hebel ist gesperrt. Das Aufheben funktioniert genauso. Ein Muss, wenn neugierige Kinderhände in der Nähe sind!
Der Jimmy R9 Wassertest: Was sagen die Teststreifen?
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Obwohl das Display der Jimmy R9 fleißig TDS-Werte anzeigt, wollte ich es genau wissen. Ich habe einen Vergleichstest mit Teststreifen gemacht: Leitungswasser vs. Jimmy R9 Osmosewasser vs. klassisches Mineralwasser.
Das ist ein spannender Vergleich! Anhand der drei Teststreifen lässt sich die Wirkung der Osmoseanlage und der Unterschied zu Mineralwasser sehr gut visualisieren.
| Parameter | Streifen 1 (Leitungswasser) | Streifen 2 (Osmosewasser) | Streifen 3 (Mineralwasser) |
| Gesamthärte | Sehr hoch (~250-425 ppm). Tiefes Lila, typisch für kalkhaltiges Wasser. | Sehr niedrig (~0-25 ppm). Hellblau/weiß. Membran filtert Kalk fast komplett. | Mittel bis Hoch (~120-250 ppm). Weicher als Leitungswasser, aber mineralisierter. |
| Alkalinität | Hoch (~180-240 ppm). Dunkelgrün. Wasser ist stark “gepuffert”. | Niedrig (~0-40 ppm). Fast gelb. Pufferkapazität wurde entfernt. | Mittel (~80-120 ppm). Typisch für stille Wässer. |
| pH-Wert | Basisch (~7.6 – 8.2). Tiefes Orange/Rot zur Vermeidung von Rohrkorrosion. | Sauer (~6.0 – 6.4). Helles Gelb. pH-Wert sinkt durch fehlende Pufferstoffe. | Neutral (~6.8 – 7.2). Sattes Orange. Meist optimal abgestimmt. |
| Nitrat / Nitrit | Leicht erkennbar (hellrosa). | Nicht nachweisbar. Membran hat Reste entfernt. | Minimal nachweisbar. Je nach Quelle ähnlich wie Leitungswasser. |
Die Teststreifen bestätigen schwarz auf weiß: Die Jimmy R9 liefert ein extrem weiches, gereinigtes Wasser, das fast alle gelösten Stoffe und Härtebildner verloren hat.
Analyse der Ergebnisse
- Ungefiltertes Leitungswasser (Oben): Mein Leitungswasser ist eine echte “Härte-Bombe”. Das tiefe Lila zeigt massiven Kalk an – unbedenklich für uns, aber tödlich für Wasserkocher.
- Osmoseanlage (Mitte): Hier sieht man die maximale Reinigungsleistung. Härte und Karbonate sind fast vollständig verschwunden. Wichtig: Der pH-Wert rutscht in den sauren Bereich (gelb), da die stabilisierenden Mineralien fehlen. Das ist völlig normal, da das “leere” Wasser CO₂ aus der Luft aufnimmt.
- Mineralwasser (Unten): Dieses liegt genau in der Mitte. Es ist weicher als Leitungswasser, bleibt aber durch die Alkalinität stabil im neutralen pH-Bereich.
Erfahrungen aus dem Langzeittest: Was nervt, was glänzt?
Das Behälter-Management
Der Wechsel zwischen den beiden Reinwasser-Behältern ist spielend einfach. Sobald der Filtervorgang abgeschlossen ist, piept das Gerät. Man zieht den Behälter nach vorne weg und schiebt den nächsten einfach rein. Ein erneuter Piepton bestätigt den korrekten Sitz. Falls ihr mal schief schiebt, warnt euch die Anlage durch wiederholtes Piepen.
Besonders gut durchdacht: Unter dem Behälter sitzt eine Auffangschale. Falls beim Wechsel mal ein Tropfen daneben geht, landet er dort. Die Schale lässt sich einfach herausziehen, entleeren und reinigen.
Die Sache mit dem Rohwassertank
Ein Punkt, der mir negativ aufgefallen ist: Die Anlage meldet relativ früh, dass Wasser nachgefüllt werden muss, obwohl optisch noch ein ordentlicher Schluck im Tank steht. Erscheint das Gefäß mit dem Ausrufezeichen oben rechts im Display, müsst ihr den Tank komplett entleeren und mit frischem Wasser füllen. Das ist ein Sicherheitsfeature der Osmosetechnik (um die Salzkonzentration nicht zu hoch werden zu lassen), im Alltag wirkt es aber manchmal etwas verschwenderisch.
Wartung und Filterkosten
Die Wartung ist für Laien ein Traum. Deckel ab, Filter mit einer halben Umdrehung lösen, nach oben rausziehen. Kein Werkzeug, kein Stress. Die Lebensdauer (zwischen 12 und 24 Monaten) wird direkt im Display angezeigt.
Aber: Die Filterpreise haben es in sich. Mit 35 €, 35 € und 50 € kommt man bei vollem Austausch auf ca. 110 € pro Jahr. Das sollte man beim Kauf im Budget einplanen.
Fazit: Jimmy R9 Osmoseanlage
Die Jimmy R9 Osmoseanlage ist ein echtes Lifestyle-Gadget. Wer gerne Tee trinkt, wird sie lieben: Kein Warten mehr auf den Wasserkocher, keine Kalkschleier auf dem Earl Grey und exakte Portionierung. Auch wer keine Lust mehr auf schweres Wasserschleppen hat und direkt gefiltertes, stilles Wasser genießen möchte, ist hier richtig.
Was könnte besser sein? Ein echter “Aus-Knopf”. Das Display dunkelt zwar nach ein paar Sekunden ab, bleibt aber immer minimal aktiv. Wer die Anlage nachts komplett dunkel haben will, muss den Stecker ziehen.
Trotz der hohen Filterkosten überzeugt die Jimmy R9 durch ihre extrem einfache Handhabung und die erstklassige Wasserqualität.


Pia ist 26 Jahre jung und gelernte Lageristin. Sie interessiert sich schon lange für Technik, schraubt selbst an Autos und Motorrädern und hat vor 4 Jahren die Liebe zum 3D Druck entdeckt.
Neben dem Motorradfahren und 3D Druck, konstruiert sie selbst 3D Objekte, Fotografiert gern und ist ein sehr neugieriger sowie offener Mensch, was neue Lebensbereiche angeht.
Neben ihren Freizeitbeschäftigungen, interessiert sie sich ebenso für Haushaltsgeräte, technische und smarte Produkte, sowie alles rund um Kinder, Katzen und Gaming.
Sie ist Mama eines Kindes und 2-fache Katzenmama einer British-Kurzhaar Katze und einer Europäisch Kurzhaar Katze.




















