Hoover HF3 Pro Test: Saugroboter sind schon etwas feines, aber hin und wieder ist es doch besser, wenn man fix zum Akku-Staubsauger greift, um Ecken auszusaugen oder kleine Unfälle zu beseitigen. Wenn da nicht das lästige Ausleeren der Staubbox wäre.
Genau dafür gibt es Akku-Staubsauger mit einer Ladestation, die den Staubsauger nicht nur lädt, sondern ebenso vom eingesaugten Schmutz befreit. So, wie beim Hoover HF3 Pro aktuell im Test.
Technische Daten des Hoover HF3 Pro
| Akku | 22,2 V Li-Ion |
| Akku-Ladung | 4 Stunden |
| Akku-Laufzeit | Eco 60 Minuten normal 30 Minuten Turbo 15 Minuten |
| Leistungsstufen | 3 manuelle Stufen |
| Laustärke | 73 – 81 dB |
| Staubvolumen | 700 ml Staubbox 3 l Staubbeutel |
| Filterklasse | HEPA H13 |
| Abmessungen (B x T x H) | 245 x 197 x 1078 mm |
| Gewicht | 2,6 kg |
| Beleuchtung | weißes LED-Licht |
| Zubehör | Fugendüse Ladestation mit Absaugung Ersatz-Filterbeutel |
Lieferumfang und Aufbau
Die Verpackung des Hoover HF3 Pro ist recht handlich. Zumindest dafür, dass sich darin ein Akku-Staubsauger mit Absaugstation befindet. Auch ausgepackt bleiben die Einzelteile überschaubar und damit gibt es auch nicht viel aufzubauen.
Am Akku-Staubsauger selbst müssen lediglich Saugrohr und Bodendüse angesteckt werden, was schnell geht und niemanden vor ein Problem stellt. Dasselbe gilt für die Absaugstation, auf die lediglich das Halterohr gesteckt werden muss.
Gut gefällt, dass hier dieselbe Verbindung zu finden ist, die man üblicher Weise an Saugrohren findet. Damit lässt sich die Lade- und Absaugstation so schnell wieder zerlegen wie zuvor aufbauen.
Absaugstation ohne Schnickschnack
Ich habe nun schon so einige Akku-Staubsauger mit Absaugstation ausprobiert und meist sind die Stationen enorm groß. Das ist beim Hoover HF3 Pro nicht so. Auch hier wird das Laden mit dem Absaugen kombiniert, dennoch fällt die Station verhältnismäßig klein aus.
Sie ist eben nur auf die Grundfunktionen ausgelegt. Sie saugt den Staub aus dem Hoover HF3 und lädt ihn auf. Dazu gibt es unterhalb einen größeren Kasten mit Motor zur Absaugung und Platz für den Staubbeutel – mehr braucht es nicht.
Wer möchte, kann zusätzlich eine Halterung für zwei Düsen anstecken, da aber nur eine Fugendüse beiliegt, sehe ich darin weniger Sinn. Besser wäre eine Halterung oberhalb, die den Platzbedarf der Grundfläche nicht vergrößert.
Einzustellen gibt es wenig an der Absaugstation, man kann lediglich entscheiden, ob man manuell entleeren möchte oder die Entleerung automatisch bei jedem Aufsetzen erfolgen soll.
Gut gefällt die Möglichkeit, das Kabel in drei Richtungen aus dem Gehäuse kommen zu lassen und sollte sich die Steckdose in unmittelbarer Nähe befinden, kann überschüssiges Kabel aufgewickelt werden.
Ist der Abstand zur Steckdose etwas größer, wird es allerdings schnell kritisch. Für Steckdosen unterhalb des Lichtschalters (Höhe etwa 1 m) reicht das Kabel gerade so aus.
Der Hoover HF3 Pro im Detail
So schlicht wie die Absaugstation zeigt sich auch der Akku-Staubsauger und bietet neben einer integrierten Möbelbürste kaum Luxus. Kann man bei dem ziemlich günstigen Preis aber auch kaum erwarten.
Bedient wird der Hoover HF2 Pro über zwei Tasten. Eine schaltet ihn ein und mit der zweiten kann zwischen den drei Saugstufen geswitcht werde. Mehr gibt es nicht an Funktionen.
Ich hätte mir zwar eine automatische Saugkraftregulierung gewünscht, aber das ist preislich wohl nicht mehr drin. Ebenso wenig, wie die dazugehörige Schmutzerkennung oder eine smarte Anbindung.
Drin ist aber noch eine Fehlererkennung und Anzeige per Code sowie eine Akku-Anzeige in Prozent, was deutlich genauer ist, als die drei Balken am Akku.
Rein theoretisch muss man die Staubbox nicht manuell leeren können, da diese ja ausgesaugt wird, aber natürlich geht das und man kann sie sogar ganz abnehmen und manuell reinigen.
Sie ist schnell abnehmbar, lässt sich leeren und auch das Innenleben kann zur Reinigung entnommen werden. Hin und wieder sollte natürlich auch der Filter ausgewaschen werden. Ich reinige diese generell mit Druckluft.
Die Bodendüse ist wie alles am Hoover HF3 Pro angenehm schlank und weniger als 6 cm hoch. Damit kommt man unter einige Schränke. Zusätzlich verspricht Hoover, dass sich keine Haare um die Bürste wickeln sollen – das testen wir noch.
Sollte es dennoch passieren, kann die rotierende Bürste leicht entnommen werden. Links eine Verriegelung lösen und schon ist die Bürste frei zur Entnahme. Perfekt umgesetzt.
Wirklich ein HEPA H13 Filter?
Der Hersteller Hoover gibt auf seiner Homepage an, dass der Hoover HF3 Pro mit einem HEPA H13 Filter ausgestattet ist. Die Angabe der Filterklasse finde ich löblich, jedoch nehmen es da viele Hersteller nicht so genau.
Auch Hoover ist da leider keine Ausnahmen, denn zeitgleich ist die Angabe zu finden, dass 99,9 % des Staubes zurückgehalten werden. Da passt wohl etwas nicht.
Um sich HEPA H13 Filter nennen zu dürfen, müssen über 99,95 % aller Partikel der Größe 0,1 bis 0,3 Mikrometer zurückgehalten werden. 99,9 % wären somit zu wenig und würden nur der Filterklasse EPA E12 entsprechen.
Aber wie bereits gesagt, ist Hoover da keine Ausnahme und bei der Rücksprache mit einem sehr bekannten Hersteller gelber Reinigungsgeräte, hieß es einfach: “HEPA Filter sind bekannt, daher nennen wir unsere Filter so, auch wenn sie die Norm nicht erfüllen.”
Damit müssen wir Nutzer wohl leben und hoffen, dass sich die Angabe von 99,9 % zumindest auf die genormte Partikelgröße bezieht und es sich wenigstens um einen EPA E12 Filter handelt. Testen kann ich das leider nicht.
In der Staubbox des Hoover HF3 Pro befindet sich jedenfalls ein zweistufiger Filter. Die erste Stufe besteht aus 17 mm dichten Schaumstoff, auf der dann nochmal etwa 5 mm Flies liegt.
Bis dahin würde ich maximal einen EPA E11 Filter akzeptieren. Außerhalb der Staubbox und vor dem Motor befindet sich jedoch noch eine weiterer Lamellenfilter und damit könnte es schon ein E12 oder sogar ein H13 Filter sein.
Nachtrag: Nichts ist wichtiger als Kommunikation und die hatte ich mit dem Support von Hoover. Jetzt liegen mir die Prüfprotokolle vor, die bestätigen, dass Sauger und auch Absaugstation dem HEPA H13 Standard entsprechen.
Der Hoover HF3 Pro im praktischen Test
Bevor die erste Krümel eingesaugt werden, wird die Lautstärke gemessen und da sammelt der Hoover HF3 Pro nur mittlere Pluspunkte. Mit 73 bis 81 dB ist er zwar nicht unangenehm laut aber auch nicht sehr leise. Das ist wohl dem schlanken Gehäuse geschuldet.
Deutlich besser gefällt das Fahrverhalten. Die gummierten Rollen arbeiten fast lautlos und der Hoover lässt sich sehr exakt lenken. Selbstständig stehen kann er auch, das macht er aber ziemlich wackelig und ich würde ihn doch lieber ablegen.
Gut gefällt bei der ersten Tour durchs Haus, dass der Hoover HF3 Pro so angenehm schlank und leicht ist. Da wird die Treppe zum Kinderspiel und selbst unter dem Bett kann gesaugt werden.
Was jedoch auffällt, ist die ziemlich aggressive Bürste, die auf Laminat gut zu hören ist. Was hier etwas unangenehm ist, hat auf Teppichböden jedoch seinen Vorteil und unser dicker Teppich wird sehr gut ausgebürstet.
Gute Saugleistung im Test
Um die Saugleistung nicht nur subjektiv zu beurteilen, nutze ich für alle Staubsauger einheitliche Tests. Ich verteile einen Streifen Semmelbrösel auf Auslegware, sauge in unterschiedlichen Saugstufen drüber und beurteile, was liegen bleibt.
Das Ergebnis ist beim Hoover HF3 Pro gar nicht so schlecht und bereits auf kleinster Stufe sieht das Ergebnis recht gut aus. Hilfreich ist dabei sicher die intensiv arbeitende Bürste.
Alles kann sie jedoch nicht kompensieren und auch im Turbogang bleiben noch ein paar Krümel liegen. In Anbetracht des schlanken Saugers und vor allem des Preises, kann man damit absolut zufrieden sein.
Dasselbe gilt für das Aussaugen von Ecken. Seitlich reicht die Saugleistung zwar nur so weit wie die Düse breit ist. An der Vorderkante geht es deutlich weiter, was sogar zu hören ist, wenn man frontal bis an eine Wand saugt.
Keine aufgewickelten Haare?
Wie eingangs erwähnt, verspricht der Hersteller Hoover, dass sich keine Haare um die Bürste wickeln, was ich generell mit Hanffasern teste. Diese verteile ich auf der Auslegware und “massiere” sie etwas mit den Händen ein.
Womit der Hoover HF3 Pro im Test überhaupt keine Probleme hat, ist mit dem Aufnehmen der Haare beziehungsweise dem Hanf. Ruckzuck ist alles aufgenommen und die Auslegware sauber.
Nicht ganz so gut klappt es mit dem Versprechen, denn nur ein kleiner Teil landet in der Staubbox. Das meiste wickelt sich leider auf und löst sich auch durch mehrmaliges An- und Ausschalten nicht.
Damit das Ergebnis nicht ganz so schlecht rüber kommt, muss ich natürlich erwähnen, dass fast alle versprechen, es würden sich keine Haare aufwickeln und nur bei einem Bruchteil davon, klappt es wirklich.
Ein kleiner Nachtrag: Inzwischen ist der Hoover täglich im Einsatz und vielleicht braucht es nur Zeit. Inzwischen ist nämlich kein Hanf mehr auf der Bürste zu sehen.
Leeren der Staubbox des Hoover HR3 Pro
Nachdem sich nun einiges in der Staubbox gesammelt hat, kommt der Hoover HR3 Pro auf seine Absaugstation, welche automatisch ihre Arbeit aufnimmt und 2x die Staubbox aussaugt.
Ein Blick in die Staubbox verrät, dass der Schmutz komplett raus ist, aber natürlich noch einiges an Staub am Rand verbleibt. Dasselbe gilt für den Vorfilter, der ebenso noch einen grauen Schleier aufweist.
Insgesamt passt das aber so. Ich habe bereits einige solcher Absaugstationen getestet und besser sah es bei andere (meist teureren) Geräten auch nicht aus.
Fazit Hoover HR3 Pro Test
Der Hoover HF3 Pro kostet aktuell etwa 280 €, was man bei der Beurteilung nicht außer Acht lassen darf. Für einen Akku-Staubsauger mit Absaugstation ist das mehr als günstig und dementsprechend müssen die Anforderungen angepasst werden.
Beschränkt man sich jedoch auf die Grundlagen eines Staubsaugers und kann auf besonderen Luxus verzichten, muss kaum etwas angepasst werden. Der schlanke Hoover ist wendig, sehr gut zu manövrieren und bringt eine absolut solide Saugleistung mit.
Die Bedienung ist einfach und intuitiv, auf besonderen Luxus, wie eine Schmutzerkennung und automatische Saugkraftregulierung muss man jedoch verzichten. Dafür gibt es die automatische Absaugung.
Verzichten muss man ebenso auf ein umfangreiches Zubehörpaket und es liegt lediglich eine Fugendüse bei. Die angetriebene Polsterdüse, die heute zum guten Ruf gehört, fehlt leider.
Trotzdem ist das Preis/Leistungsverhältnis super. Für wenig Geld bekommt man einen guten Akku-Staubsauger mit solider Saugleistung und Absaugstation. Mehr kann man nicht erwarten.


Als gelernter Facharbeiter für Zerspanungsmechanik, Hausbauer und ambitionierter Heimwerker, habe ich als Ausgleich viel Zeit im Internet verbracht, Bosch bei der Moderation seiner Heimwerker-Community unterstützt, ein Bautagebuch geführt und meinen Heimwerker-Blog veröffentlicht.
Heimwerker.de erkannte meine Talente und holte mich als Redakteur für Fachbeiträge und Testberichte ins Boot. Nach und nach wurde Heimwerker.de schließlich zu meinem Baby, um das ich mich liebevoll gekümmert habe. Aber Babys werden groß und gehen ihre eigenen Wege. So wie ich jetzt als freier Redakteur (hauptsächlich) für Testberichte.


































