Orangeriestraße 24, 06847 Dessau-Roßlau
0340 5210137
riccardo.duering@gmail.com

Einen guten Testbericht schreiben

Freier Redakteur und Produkttester

guten Testbericht schreiben

Rezension schreiben

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass jeder in der Lage ist, einen vernünftigen Testbericht zu schreiben. Vernünftig ist allerdings nichts besonderes und ein gewisses Talent gehört schon dazu, seine Gedanken verständlich zu erklären und dabei fesselnd zu schreiben. Das liegt nicht jedem. Aber auch ohne besonderes Talent, kann man einen sachlichen Testbericht schreiben, der die Informationen auf den Punkt bringt und damit wertvoll ist.

Jeder schreibt auf seine eigene Art – einer sachlich strukturiert und einer humorvoll und spannend – und jede Form wird ihre Anhänger finden. So lange der Inhalt stimmt und nachvollziehbar bewertet wird.

Hier einige Grundregeln, die ihr beachtet solltet.

Bereitet Euch gut auf Euren Produkttest vor

Für einen guten Testbericht benötigt Ihr gar nicht so viel. Die Basis bilden Notizblock, Stift und eine gute Kamera, denn Bilder sind sehr wichtig. Nur mit ausreichend viel Fotos könnt Ihr Eure positiven der negativen Anmerkungen belegen. Dazu gehört ein ordentlicher und ausreichend großer Arbeitsplatz, an dem Ihr Fotos machen und das Testgerät gut präsentieren könnt. Solltet Ihr den praktischen Einsatz des Testgerätes an anderer Stelle zeigen, achtet auf ein ordentliches Umfeld und überlegt gut, was Ihr von Eurer Wohnung oder Werkstatt auf den Bildern zeigen wollt.

In Eurem Testbericht solltet Ihr nur Eure eigene Meinung wiedergeben. Dennoch kann es sehr hilfreich sein, bereits veröffentlichte Testberichte im Netz zu lesen. Nicht, um die Testergebnisse zu verwenden, aber um Euch Anregungen zu holen, worauf Ihr in Eurem Test achten solltet oder welche Einsatzbereiche sich im Test bieten. Jeder hat andere Prioritäten, Ihr möchtet aber ein möglichst breites Publikum ansprechen und vor allem keine wichtigen Punkte vergessen. Macht euch daher Stichpunkte, was Ihr für Euren Test alles plant.

  1. Testbericht vorbereiten
  2. Testberichte im Netz lesen und Notizen machen
  3. Testablauf planen
  4. für einen ordentlichen Arbeitsplatz sorgen
  5. Schreibzeug und Kamera bereitlegen

Bewertung: 5 von 5.

Strukturiert Euren Testbericht gut durch und arbeitet ihn danach ab.

Für einen guten Testablauf und strukturierten Testbericht haben sich bei mir kleiner A5-Blöcke bewährt, auf denen ich die Notizen zu den einzelnen Punkten mache. Ein Blatt je Punkt, sodass immer noch Platz bleibt um nachträglich etwas einzufügen. Versucht auf keinen Fall, den Test und das Schreiben des Testberichtes zu kombinieren. Nachträgliche Erkenntnisse beim Test führen dazu, dass Passagen umformuliert werden müssen, was selten zu einem guten Lesefluss führt. Daher stets erst den praktischen Test durchführen, dabei Notizen und Bilder machen und erst wenn alles komplett ist, sich auf das Schreiben konzentrieren.

Zur Struktur des Testberichtes:

Wir Ihr, sollten auch Eure Testberichte einen Wiedererkennungswert haben. Daher solltet Ihr Eure Testberichte immer ähnlich aufbauen und einer klaren Linie folgen. So habt Ihr es auch einfacher, Euch in Eurem Testbericht zurecht zu finden, wenn Ihr eine bestimmte Passage sucht. Stellt Ihr beim späteren Lesen fest, dass es sich nicht flüssig liest, fällt es einfacher ganze Absätze zu verschieben.

Welcher Struktur Ihr folgt, ist letztendlich Eure Entscheidung. Wer mag, kann mit der Zusammenfassung beginnen und anschließend detailliert auf alle Punkte eingehen. Ihr solltet Euch aber bewusst sein, dass der Mensch ein faules Tier ist. Findet er am Anfang bereits das Testergebnis, warum sollte er sich dann noch den ganzen Testbericht ansehen?

Die eher oberflächlichen Leser werden Euren Testbericht also schnell wieder verlassen.Bewährt hat es sich, bei der Struktur dem gewohnten Vorgehen zu folgen. Als erstes betrachtet man den Karton, den Lieferumfang, liest die Bedienungsanleitung, begutachtet das Gerät und geht dann zum praktischen Test über. Aber das darf jeder gerne für sich entscheiden.

  1. Erstellt eine sinnvolle Struktur für Euren Testbericht.
  2. Arbeitet die Punkte ab und macht zu jedem Stichpunkte.
  3. Erst nach dem praktischen Test den Testbericht schreiben.

Bewertung: 5 von 5.

Sinnvoller Bonus, der einen Testbericht interessanter macht

Testet echt und bindet Projekte oder anstehende Aufgaben ein!

Man kann sich Geräte ansehen, sie begutachten und danach bewerten. Viele Firmen vergeben aber gerne kostenlos Testgeräte an Privatpersonen, damit diese Geräte auch bei alltäglichen Arbeiten im privaten Umfeld getestet und gezeigt werden. Genau das wollen die Hersteller und auch die späteren Leser sehen. Wenn mir ein Tester zeigt, dass die Gartenpumpe problemlos zwei Rasensprenger versorgt, sagt mir das mehr, als die Leistungsangabe 3 bar und 4200 l/h. Aus Eurem Testbericht sollte daher genau hervorgehen, wie sich das Testgerät bei alltäglichen Arbeiten schlägt.

Die technischen Daten sollten zwar genannt werden, im Vordergrund steht aber die praktische Umsetzung. Gerade im Heimwerkerbereich ist es beispielsweise sehr sinnvoll, den Test mit einem aktuellen Projekt zu verbinden. Das verschafft Euch auch einen Marketingvorteil. Wie oft teilt Spax die Projekte ihrer User auf Facebook und Co. – das könnte ebenso Euer Testbericht sein, der damit große Aufmerksamkeit erhält.

Erarbeitet Euch ein Bewertungssystem!

Ein weiterer Bonus wäre eine exakte Bewertung nach Punkten, Sternen oder Daumen. Hierbei könnt Ihr die Testabschnitte einzeln bewerten, ein gesamtes Testurteil fällen oder besser noch ein komplettes Punktesystem erarbeiten. Wichtig ist jedoch, dass die Bewertungen nachvollziehbar und für den Leser verständlich sind. Erzielt ein Testprodukt beispielsweise in den Abschnitten Verpackung, Zubehör, Bedienungsanleitung nur eine mäßige Bewertung und schneidet am Ende aber aufgrund einer sehr guten Handhabung auch mit sehr gut ab, sollte im Testbericht klar gestellt werden, dass Ihr den praktischen Test deutlich höher bewertet, als die restlichen Punkte.

Ein klares und übersichtliches Punktesystem bietet hier ganz besondere Vorteile – für Euch und für den Leser. Nicht jeder setzt die Prioritäten gleich an und eine abschließendes Testurteil könnte bei einem zweiten Tester ganz anders aussehen. Gebt ihr aber genau an, welchen Punkt ihr wie bewertet habt, kann der Leser selbst entscheiden, ob das Testobjekt zu ihm passt. Der eine Nutzer braucht einen kräftigen Staubsauger und ist schwerhörig, während ein anderer in einem Mehrfamilienhaus mit hellhörigen Wänden wohnt. Sind die Punkte einzeln bewertet, finden beide ihren optimalen Staubsauger.

  1. Testbericht aufwerten
  2. Testet realistisch und bindet anstehende Arbeiten ein
  3. Arbeitet nach einem nachvollziehbaren Bewertungssystem
  4. Erstellt eine eigene Grafik zum Testergebnis.

Bewertung: 10 von 5.

Bildquellen

Kommentar verfassen