3D-Drucker Test: Creality K1

Creality K1 Test 3D-Drucker

Creality K1

4.8

Qualität / Verarbeitung

5.0/5

Einrichtung

5.0/5

Bedienbarkeit

5.0/5

Druck out of the Box

5.0/5

Druckgeschwindigkeit

5.0/5

Lautstärke

4.0/5

Druckqualität

4.5/5

Positiv

  • einfache Installation
  • autom. Systemkontrolle
  • autom. Bettnivellierung
  • flexibel bedienbar
  • hohe Druckgeschwindigkeit
  • Filamentsensor
  • hohe Druckqualität
  • KI-Überwachung mit Kamera

Negativ

  • etwas laut
  • Kamera nur optional

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3D-Drucker Creality K1 Test: Mein erster Kontakt mit 3D-Druckern liegt schon ein paar Jahre zurück. Damals durfte ich den Anet A8 testen, dann den Anet E10 und später den Creality CR-10.

Der Anet E10 hat mal ein schönes Gehäuse von mir bekommen (3D-Drucker Gehäuse selber bauen) und gleichzeitig wurde die gesamte Elektronik mit Mosfets und einer Temperatursteuerung gepimt. Hauptsächlich ist aber noch immer der Creality CR-10 im Einsatz.

Die Funktionsweise der 3D-Drucker hat sich seit dem kaum verändert, die Arbeit damit wurde jedoch deutlich vereinfacht. Keine Schrauben unterm Druckbett zum Kalibrieren, stattdessen eine schnelle Verbindung per WLAN, drucken vom Smartphone aus ….

Heute muss man kein Jahr mehr basteln, um alles zu verstehen und auszuprobieren, bis man endlich zu einem vernünftigen Druckergebnis kommt. Heute sollte das „out of the box“ funktionieren und genau unter diesem Gesichtspunkt, möchte ich den Creality K1 testen.

Technische Daten Creality K1

DrucktechnikFDRM (Filament-Drucker)
Bauraum220 x 220 x 250 mm
Gesamtgröße355 x 355 x 480 mm
KonnektivitätUSB und WLAN
Schichthöhe0,1 bis 0,35 mm
Toleranzen 0,1 mm
max. Extruder-Temperatur300 °C
druckbare MaterialienPLA (Hyper-Speed, ABS (Hyper-Speed, PETG, PET, TPU, PA, ABS, ASA, PC, PLA-CF, PA-CF, PET-CF
BedienungTouchscreen, PC, Smartphone
AufheizzeitDruckbett 25 – 100 °C – 5: 05 min
Hotend 25 – 200 °C – 50 Sekunden
Herstellerangaben (Aufheizzeit selbst gemessen)

Ausgepackt und schon fast einsatzbereit

Die Größe des Kartons verrät es bereits, beim Creality K1 muss nichts mehr aufgebaut werden. Dazu bringt er auch sein fertiges Zuhause mit und alles wurde perfekt eingepackt.

Bewegliche Teile werden mit stabilem Schaumstoff fixiert, die Tür ist mit Klebeband gesichert und sämtliche Acrylglasplatten mit einer Folie geschützt. Da konnte beim Transport wirklich nichts passieren.

So ganz fertig aufgebaut ist er jedoch nicht. Da liegen beispielsweise noch Gummi-Füße bei, die angesteckt werden müssen und das Display ist auch noch einzeln. Aber Steckverbindung dran, Display in seine Halterung stecken und fertig.

Anschließend noch den kleinen Griff an die Tür schrauben und die Filamenthalterung anbringen. Dann kann er endlich das erste Mal eingeschaltet werden.

Creality K1 Einrichten ohne Bedienungsanleitung

Natürlich liegt eine Bedienungsanleitung bei, aber wirklich nötig ist diese nicht. Mit dem Einschalten meldet sich das Display mit der Sprachauswahl und zeigt dann, wo sich noch Transportsicherungen befinden, die entfernt werden müssen.

Dasselbe gilt für die Schutzfolie aber alles ist ohnehin zusätzlich markiert, so dass es keine Komplikationen geben sollte.

Danach geht es schon an die Verbindungseinstellungen per WLAN. Dabei fällt auf, dass selbst die FRITZ!Box des Nachbars angezeigt wird. Die Reichweite ist also richtig gut.

Jetzt noch mit der Cloud verbinden – sofern man das möchte – und schon kann der Selbsttest gestartet werden. Der braucht allerdings seine Zeit und so lange kann die Software auf den Rechner geladen werden.

Schöne Software mit unschönem Anblick

Geladen wird die Software Creality Print, welche den benötigten Slicer gleich mitbringt. Den gibt es mit Creality Slicer zwar auch einzeln, wird aus meiner Sicht damit aber nicht mehr benötigt.

Der erste Anblick der Software hat mich ehrlich gesagt, etwas geschockt. Ich weiß, die Jugend steht heute darauf, den Hintergrund am Smartphone dunkel zu stellen, ich kann dem nichts abgewinnen. Damit wirkt alles irgendwie unübersichtlich.

Die Software bietet zwar auch einen hellen Modus, aber damit ist es auch nicht besser. Hier reichen die „Farben“ von hellgrau bis dunkelgrau und alles wirkt ein wenig vermatscht. Daran muss man sich wohl gewöhnen.

Hat man sich aber einmal durchgewurschtelt, bietet die Software alles, was man braucht. Modelle lassen sich in allen möglichen Formaten hinzufügen, drehen, biegen, skalieren… und anschließend slicen.

Viel tiefer möchte ich darauf gar nicht eingehen, da es hier um den 3D-Drucker Creality K1 geht und nicht um die Software, die für verschiedene Drucker genutzt werden kann.

Gutes Zusammenspiel mit dem Creality K1

Worauf ich aber gern etwas eingehen möchte, ist das Zusammenspielspiel zwischen der Software Creality Print und dem 3D-Drucker Creality K1. Die gefällt nämlich richtig gut.

Wurde das gewünschte Projekt geladen und mit den passenden Einstellungen gesliced, kann es an den Drucker übertragen werden. Hierzu gibt es drei Möglichkeiten. Per WLAN, lokal speichern oder in die Cloud laden.

Ich nutze hauptsächlich die WLAN-Variante, weil hiermit der G-Code direkt in den Speicher des Druckers geschrieben wird. Das funktioniert, indem man erst überträgt und am 3D-Drucker startet oder man wählt „One-click-Printing“, was den Vorgang automatisiert.

Sehr gut gefällt die direkte Steuerung des 3D-Druckers, wozu sich auch mehrere mit der Software verbinden lassen. Diese können Gruppiert und nach aktuellem Betriebszustand sortiert werden.

Wählt man die Detailansicht des Druckers, lassen sich alle Daten auslesen, lässt sich alles steuern und auch auf den internen Speicher des Druckers zugreifen. Ist eine Kamera installiert, wird auch das Bild angezeigt.

Bedienung des Creality K1 am Touchdisplay

Eine Besonderheit des 3D-Druckers Creality K1, ist die Bedienung am Touchscreen. Zumindest gefällt sie mir ausgesprochen gut. Obwohl das Display „nur“ 4,2″ misst, ist es ausgesprochen übersichtlich und lässt sich gut bedienen.

Dabei lässt sich an der direkten Steuerung weit mehr, als nur den Drucker starten. Die gespeicherten Dateien intern und auf USB-Stick können verwaltet werden, Lüfter und Temperaturen eingestellt werden.

Gut gefallen die Funktionen zum Filamentwechsel. Mit der Aktivierung „Rückziehen“ und der Eingabe der Erforderlichen Temperatur wird das Hotend erhitzt und bei erreichter Temperatur das Filament zurückgezogen. Anschließend kann es entfernt und ausgetauscht werden.

Mit der Funktion „Extrudieren“ geschieht das Ganze umgedreht und neues Filament lässt sich einsetzen.

Interessant sind auch die Kamera-Funktionen. Sofern diese installiert wird, kann sie automatisch den Druck im Zeitraffer aufnehmen. Erkennt die KI dabei Probleme warnt sie den Nutzer.

Allerdings hält sich meine Begeisterung für die Bildqualität in Grenzen und ich bezweifle schon ein wenig, dass die KI da wirklich Anomalien beim Druck erkennen wird. Es ist aber auch vermerkt, dass die Funktion noch in der Optimierung steckt.

Drucken mit dem Creality K1

Klar, mit dem richtigen Tuning bekommt man auf jedem 3D-Drucker perfekte Drucke hin. Das hat sogar irgendwann und nach einigen selbst gedruckten Verbesserungen auf meinem alten Anet A8 funktioniert und zwischen den beiden Druckern liegen Welten.

Genau darum wird gar nicht erst viel gespielt, sondern out of the box und ohne irgendwelche eigenen Einstellungen gedruckt. Fertige Modelle bei Thingiverse laden, slicen und mit automatische Einstellungen drucken.

Benchy als Standardtest mit ABS

Bei meinen offenen Druckern hat mich vor allem gestört, dass ABS-Drucke nicht richtig gelingen wollten. Daher wurde Benchy als erstes mit ABS gedruckt.

Das Ergebnis sieht richtig gut aus. Minimal gibt es dünne Fädchen (Stringing) und ganz leicht waren an den Brücken etwas hängende Spuren. Allerdings nur, wenn man wirklich genau hinsieht.

Im Vergleich zu anderen Drucken bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Einziges Manko ist die Unterseite. Hier sollte gut ein Schriftzug zu lesen sein, der nicht ganz sauber und etwas gequetscht aussieht.

Yoda mit Stützen drucken

Das beste Mittel gegen hängende Brücken sind Stützen. Benötigt werden sie ebenso bei großen Überständen. Daher habe ich mit Yoda mit seinen langen abstehenden Ohren als Testobjekt ausgesucht. Gedruckt wurde er aus ABS und aus PLA.

Das Ergebnis auf dem Creality K1 ist absolut super. Die Stützen lösen relativ einfach und hinterlassen kaum Spuren.

Klar, an engen Stellen ist das Entfernen der Stützen etwas aufwändiger, aber das Endergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Ich bin echt begeistert.

Maßhaltigkeit testen

Hierfür habe ich eine kleine Platte mit Rundungen, Quadern und Schrägen entworfen. Gemessen werden können damit Innen- und Außenflächen, sowie Innen- und Außendurchmesser.

Bis auf den kleinen 10er Außendurchmesser, der 0,2 mm Toleranz hat, bewegt sich alles im Bereich von 0,1 mm. Da kann man nicht meckert und Creality gibt die Genauigkeit selbst mit einem Zehntel an.

Gleichzeitig zeigt das Testobjekt, wie es mit Brücken und Überhängen aussieht. Mit den Schrägen kommt der Creality K1 sehr gut klar, am 20er Innendurchmesser (ohne Stützen), findet er an der Oberkante aber seine Grenzen.

Die Software Creality Print bietet auch die Möglichkeit eine Lithographie anzufertigen. Dazu wird ein Bild geladen und dunkle Stellen dicker gedruckt als helle. Hält man den Druck gegen das Licht, kommt das Bild zum Vorschein.

Creality K1 Test 3D-Drucker

Fazit Creality K1 3D-Drucker Test

Nach meinen Erfahrungen mit 3-Druckern hebt der Creality K1 den 3D-Druck auf ein neues Level.

Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist er komplett aufgebaut und sofort einsatzfähig. Dank der Selbstüberwachung und einer Autonivellierung muss sich der Anwender um nichts mehr kümmern.

Objekt und Material auswählen, mit der Software Creality Print slicen lassen und per WLAN an den Creality K1 senden. Schon kann der Druck gestartet werden.

Mit der optionalen Kamera kann der Druck überwacht werden und der Filamentsensor warnt, wenn das Filament zur Neige geht.

Als Manko könnte man vielleicht anbringen, dass die Lüfter teilweise sehr laut (71 dB) sind und die Kamera nachgekauft werden muss. Etwas besser könnte auch die Beleuchtung im Drucker sein, was dem Kamerabild dienlich wäre.

Insgesamt begeistert der Creality K1 aber absolut und besonders gefallen die vielen Bedienmöglichkeiten am Gerät, am Rechner oder per App am Smartphone. Absolute Kaufempfehlung.

Creality K1 Test 3D-Drucker

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